Tage wie dieser
18 01 2006Ich finde es toll, einen stabilen Grundzustand zu haben. Mir geht´s gut. Oft schon habe ich über die Grundebene nachgedacht, über das, was ganz unten steht, das, was mein Fundament ist, dass es mir gut geht. Momentan mache ich vieles daran fest, ob man körperlich fit ist. Das bin ich zum Glück. Und dennoch gibt es Tage, an denen man als junger Hüpfer aus dem Bett springt, den Rollladen hochzieht und gut gelaunt in den Tag startet und dann ganz tief fällt, wenn sich das Blatt urplötzlich wendet. Es enttäuscht mich immer wieder, wie man dann abends zurückkehrt ins Bett und gespannt ist, ob´s auch mal wieder besser wird. Das wird es sicher. Fest steht heute für mich: Ich mag mein Fahrrad, meine Füße, den Bus und die Bahn. Zumindest im Stadtverkehr. Ich war noch nie in meinem Leben so verwirrt, wie mit dem Auto in der Innenstadt. Übung macht hoffentlich einen großen Meister aus mir.
Den PC teile ich mit meinem Bruder und wie das so ist, bestimmt er natürlich, welches Hintergrundbild wir haben. Jeden Tag wechselt es und heute war es eine Einladung zu einer Runde „Eye toy“. Es gibt einige Dinge, zu denen Menschen nicht stehen oder Dinge, die sie verschmähen, bloß, weil keiner dazu steht. Ich stehe dahinter, dass ich liebend gern die Lindenstraße schaue (welche Serie im dt. Fernsehen bringt mehr Tagesgeschehen ein als diese?) und unter anderem auch die „Super Nanny“ . Zumal mein bereits erwähnter Bruder selbst und auch viele Schulkollegen seinerseits doch auch ähnliche Strukturen aufweisen wie die gefilmten Kinder. Sicher erkennen sich viele Familien ansatzweise wieder. Doch darum geht’s ja gar nicht. Nein, die Nanny macht Werbung für das neue Playstationspiel „Eye toy Play“, das mein Bruder vor einigen Wochen gekauft hat. Es macht einen unglaublichen Spaß und ist, wenn man der Nanny Glauben schenken darf, auch „pädagogisch wertvoll“. So ist eine kleine Kamera in Mitte des TV-Gerätes aufgesetzt, das die Spieler filmt und die Gesichter auf den Bildschirm überträgt. Verschiedene Bewegungen tragen dann dazu bei, dass man virtuell Parcours durchlaufen kann oder Menschen enthaart. Es macht einen mordz Feeetz, wirklich.
Frei nach Erich Kästner: „Denn nur wer im Herzen ein Kind bleibt, kann wirklich erwachsen werden“. Hoffen wir´s mal



