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Gesicht(et)

7 02 2006

Habt ihr das mitgekriegt von der Französin, die jetzt das Gesicht einer Toten trägt? Als ich die Pressekonferenz gesehen hab, fand ich das total krass. Erstens den Mut der Frau, denn wem ist der Gedanke daran, dass man das Gesicht eines Verstorbenen trägt nicht unangenehm, aber andererseits auch die Kunst, die die Mediziner da geleistet haben. Es wurde im Fernsehen eine anatomische Aufnahme gezeigt, die im Querschnitt gezeigt hat, dass da soviel miteinander verbunden werden musste. Muskeln, Nerven, Gefäße…das alles muss passen. Wow, ich bewundere das Geschick dieser Menschen und auch deren Mut, so etwas zu meistern. Wenn sich die Gewebe jetzt vertragen, wäre ja alles paletti :-) Ansonsten fühl ich mich sehr gut als „fertige“ Mitarbeiterin, ich hab einen wunderschönen bunten Blumenstrauß geschenkt bekommen und scheinbar freut man sich mit mir. So sehr, dass ich heute gleich mal den halben Tag im Labor mit Arzneistoff-Prüfungen verbracht habe. Was sich da in 3 Wochen ansammelt, ist unglaublich. Jetzt werde ich mich in meinen geliebten Ikea-Schwingsessel setzen, die PTA- heute“ endlich mal würdig dafür lesen und nebenbei oder überhaupt die „Gilmore girls“ schauen.



-Wohlgrün-

5 02 2006

Sonntag ohne Sonne…ein Jammer, wer macht denn seinem Namen noch Ehre? Gestern hab ich mit Berlin telefoniert und finde es grausig, dass ich mich noch bis Juli gedulden muss, aber irgendwoher müssen ja auch die Mäuse kommen, die die teure Bahn bezahlen.  Wobei…ich muss sagen, die Bahn mag teuer sein, aber ich find´s nett, dass es die Gelegenheit gibt, nicht gezwungen zu sein, Auto zu fahren oder gar zu laufen, danke Herr Mehdorn. Ja, ich bin echt froh, dass ich noch nicht gezwungen wurde, mit dem Auto zu fahren. Ich hab jetzt die Lizenz in petto, aber dass ich so heiß drauf bin, zu fahren…Vielleicht stell ich meinen imaginären Freund „Freddy“ wieder ein, der für mich den Fahrlehrer macht. Naja, der Typ war schon immer doof (deshalb hab ich ihn ja auch in die Wüste geschickt, wo der Pfeffer wächst), der würde nur nach heißen Miezen auf der Straße gucken, anstatt mir auf die Bremse zu drücken, wenn ich bei rot über die Ampel brausen möchte.

 

Morgen geh ich jedenfalls wieder arbeiten. Aus ist das Spiel der Praktikantin, grün hinter den Ohren bin ich wohl immer noch. Ich freu mich aber drauf, denn dass ich in ner Apotheke jetzt richtig arbeiten kann, war mein großer Traum und da wird man ja wohl mal n bisschen emotional werden dürfen…mein lieber Herr Gesangsverein!

Apropos Gesangsverein: Es wird ein Konzert geben! Die Indieband „Tomte“ kommt nach Darmstadt am 30. März diesen Jahres als Teil ihrer „Buchstaben über der Stadt“-Tour.  Hatte schon damit gerechnet, das erste Mal allein auf ein Konzert gehen zu müssen, aber gestern hab ich rausgefunden, dass es noch jemanden gibt, der gerne live dieser Musik lauschen würde und zudem auch noch freiwillig mit mir dieses Erlebnis teilen möchte.

Heut wird´s chillig, vielleicht cruise ich nochn bisschen aufm Parkplatz, damit die Kiste nicht ständig absäuft und danach suche ich mir nen Zauberer, der mir den Polo in meinen Fahrschul-BMW verwandelt. Simsalabim.



Eyes eyes, baby

4 02 2006

Wer jetzt denkt „Is die blöd“, der hat sich grade (in den Finger) geschnitten, denn dies ist ein grandioses Wortspiel und gleichzeitig die Einleitung zu meinem Zustand. Mein rechtes Auge ist rosinenförmig groß und wer mich kennt, weiß, dass neben meinem breiten Grinsen auch meine Augen groß aussehen und dass ich wohl in einem sehr dramatischen Zustand sein muss. Dem ist so. Alle Adern im Auge haben sich weit gemacht und geben einen schönen Einblick darauf, wie gut durchblutet ein Auge so sein kann. Ich hoffe, dass ich mit Brille statt Linsen und jetzt gleich viel Schlaf wieder ein schönes Auge bekomme. Gerade komme ich von meinem Abschlussabend mit den anderen PTA´s. Ich habe ein Photo gemacht bekommen und soll darauf wie Otto aussehen. Hab ich blonde Haare? Nee! Als wir das Bild jemandem zeigten, die später zu uns stieß und den Gag vorher nicht mitbekommen hatte, und ich fragte: „Welchem Komiker sieht diese Person ähnlich?“ und sie auch noch ohne zu überlegen „Otto“ antwortete, musste ich mir überlegen, ob ich wirklich weiter das Ziel verfolgen möchte, in Heidi Klum´s Fußstapfen zu treten ;-) Ab in fünf Minuten werde ich also Schönheitsschlaf halten und realisieren, dass ich jetzt das erreicht habe, was ich mir seit ungefähr 5 Jahren wünsche.



Vorbeibeibei Junimond im Februar

2 02 2006

Aufatmen. Die letzte Nacht habe ich nicht geschlafen. Im Sommer hab ich einen riesigen Brocken hinter mich gebracht, was das Examen angeht und heute Morgen folgte ein dagegen recht kleiner Kieselstein. Trotzdem, man musste nicht wie im Sommer bloß 1 Fach lernen für 1 Prüfungstag, sondern ungefähr 5 mal soviel. Zuerst bestritt ich Mathe, verlor zwar mein Lachen nicht (beinahe hätte ich´s verkauft), hatte aber einfach nur ein schlechtes Gefühl, weil plötzlich nur noch ¼ der eigentlich viel komplizierteren Tabelle abgefragt wurde und ich da doch prompt drüber stolperte. Scheinbar war´s kein Beinbruch. Gegen 10 drehte sich mein Magen mit 180 Sachen immer wieder um die eigene Achse und kurz, bevor mir das Herz aus der Hose gerutscht war (nachdem die Laus meine Leber überquert hatte), fand ich mich vor dem Prüfungsausschuss wieder. Ich kann mich nicht beklagen und die Prüfer wohl auch nicht. Insofern habe ich bestanden und habe seit heute einen echten Beruf. Und ich freu mich wirklich drauf, alles jetzt lockerer angehen zu können. Zu Lernen, sodass man sich es auch länger behält, als bis zum Abfragetermin, weil man sich wirklich interessiert und nicht nur Strategien entwickelt, wie man sich am besten alles behalten kann. Die große Euphorie blieb bisher aus (vielleicht kann man sie auch nur so schlecht von meiner sonstigen Laune unterscheiden), aber das liegt wohl daran, dass das heute nur noch der Feinschliff war, der die große Sommerprüfung unterstrichen hat. Tja, ab jetzt hab ich wieder ein richtiges Leben und kann endlich auch tun, was Menschen so tun, wenn sie leben. Morgen Abend wird im ausgezeichneten „Cubana“ dann gefeiert.