Hurra, wir fliegen
11 06 2006Nachdem ich gestern früh gearbeitet habe, sind das Geburtstagsmädchen und ich im Nissan Bluebird gen Süden gedüst, ja beinahe geflogen. Strahlender Sonnenschein sollte uns begleiten. Was war das aufregend! Wir sind schon recht lange befreundet und haben, als der Führerschein noch in weiter Ferne schien, uns immer erträumt, was wir denn alles machen, wenn wir fahren können. Jetzt können wir das und diese Tour war die erste Richtige für weiter weg. Die A3 führte uns straight nach Würzburg, Aschaffenburg stockte etwas…Stau. Nun gut, wir hatten prima Musikkassetten dabei, der Mexicofan mit Fahne und Sombreros im Corsa unterhielt uns etwas und versuchte uns für seine Mannschaft zu begeistern. Es blieb beim Versuch
In der Stadt angekommen, verfehlten wir unser Ziel direkt mal und folgten den Hinweisschildern zur anderen Uni, an der keine Campus Invasion stattfinden sollte, sondern nur tote Hose war. Ein liebes Studentenmädchen erklärte uns aber den Weg zum „Hubland“, wir hubten klanglos und drehten um. Parkplatz sicherheitshalber gleich gesichert, denn wer weiß, was oben losist. Resultat unserer weiblichen Intuition: 15 Minuten Berg hochlaufen und oben lauter Parkplätze vorfinden. Seeehr gut! Immer noch Sonne, also kein Grund zur Panik. Und schon waren wir drin. Mitten dabei auf einem Konzert, das uns viel Freude bereiten sollte. Die ganze Zeit war ich überzeugt davon, dass Markus Kavka auf der „Singstar rocks“-Bühne wäre, was ein Trugschluss war. Patrice stand da oben. Schade. Nun gut, immerhin war die auch live und in Farbe sehr belustigende Nora Tschirner zum Moderieren eingeteilt. Madsen waren ziemlich gut drauf und der Gartenschlauch, der immer wieder in die Menge geschwenkt wurde, war, nicht zuletzt, weil er einen schönen Regenbogen erzeugte, eine Freude. Im Anschluss dann „Phoenix“ aus Frankreich, die ich echt prima und außergewöhnlich fand. 2 Meter entfernt stand ich von ihnen, als sie plötzlich einfach so alle an uns vorbeiliefen zum Interview aufm Beck´s-Waggon! Ja, auch der Bassist, der bei dieser Hitze eine bis oben hin geschlossene Lederjacke trug.. der Freak. Weiter gings mit Max Herres Torte, Joy Denalanae, die irgendwann nur noch auf Englisch was zu ihren Liedern sagte, damit ihre Band sie versteht. Nun gut, ich muss zugeben, dass wir Joy bloß fleezend auf der Wiese zuhörten, ohne Anstalten zu machen, ihr zuzugucken. Nur mal geblinzelt, was sie denn anhat, haben wir (Mädchen). Ziemlich toll waren MIA, wie erwartet. „Tanz der Moleküle“ ist eigentlich schon unschlagbar mein Sommerknaller. Meine Bedingungen zum Sehen waren auch recht gut, ich stand ziemlich gut vorne, wo ich voll den Durchblick hatte. Die blonde Hupfdohle vor uns nervte, die Idee, ihr das Oberteil, das nur am Hals gebunden war, zu öffnen und sie so loszuwerden, konnte wieder verworfen werden, weil sie bei „Hungriges Herz“ sowieso mit ihrem einen Kopf kleineren Macker euphorisch nach vorne stürmte. Auf Gentleman hatte ich mich sehr gefreut, hatte letztendlich einen total schlechten Platz und Leute, vor mir, die mir bei seiner Ansage „People get crazy“ auf die Füße sprangen. Die Aftershowparty ließen wir sausen, sind dafür dann in ne Bar in Würzburg direkt. Mit einem prolligen „Und tschüss“ einer meiner Begleiter verließen wir diese Bar wieder, schlangen Geburtstagsbiskuitrolle aufm Parkplatz.
Jetze bin ich wieder da, werde gleich mal schlafen und dann…nochmal zum Geburtstagskind.
Geplagt bin ich mit ein bisschen Sonnenbrand auf den Schultern, Schnupfen und Husten. Von allem nur ein bisschen, aber genug, um sich irgendwie fertig zu fühlen. Naja, für das Erlebte hat sich’s gelohnt, also wird jedes Tempo mit Würde vollgeschnäuzt.




oh ja, gelohnt hat sich das alle male. da hoffe ich mal, dass sich noch so paar wochenenden häufen werden, aber wenn ich da ans nächste denke, bin ich sehr zuversichtlich… *freu*
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