Der Feierabend vor dem Feiertag
Erst gestern Nachmittag ist mir eingefallen, dass Deutschland gegen Polen spielen würde abends. Eigentlich wollte ich mir das dann anschauen, meine Vorfreude auf den Mädchenabend im Pueblo war aber größer. Bis auf M´s aufgeschminkte  Deutschlandfahne aufm Dekollete, die mein böser Autogurt dann verwischt hat, waren wir weniger fußball-auffällig. Angekommen an unserem Ziel empfing man uns mit dem Satz „Mädels, heute habt ihr freie Auswahl“. Alles leer. Bis auf die Sitzecke, wo eher das Personal saß und gebannt auf den Fernseher schaute, der auf der Bar aufgestellt war. Der Chef ist ein ziemlich netter Chef, der uns einlud, uns auch da in diese Ecke zu setzen und mitzugucken. Cocktails gabs dann ausnahmsweise alle für 3,50… Muss sagen, das war wohl die beste Atmosphäre, die ich je beim Fußballgucken hatte. Nicht, dass ich mich von solchen Massenguckevents reizen lassen würde, aber so war das echt gesundes Mittelmaß. Und der Cocktailmacher hatte sich sein Trinkgeld redlichst verdient, schließlich hat er was vom Spiel verpasst, weil er uns bedienen musste. Naja, und die harten Mädchen an der Bar, die Tequila trinken wollten, obwohl sie noch keine 18 waren. 2 Cocktails und 1 Tor später sagten wir adieu und stapften zur Konkurrenz ins Café Chaos. Wildes Gehupe begleitete uns schon aus allen Richtungen und sogar die kleine Trinkhalle am Parkplatz hatte ne Leinwand ausgerollt, vor der biertrinkende Menschen, deren Bäuche ausschauten, als würden sie oft Bier trinken, zugeschaut hatten. „Drüben“ konnte man schön draußen sitzen, das Gehupe mit anhören und den lauen Sommerabend genießen. Ich für meinen Teil hab das wohl. Die Rückfahrt gestaltete sich etwas aufregend, an der Ampel lieferten wir uns einen musikalischen Übertrumpfwettstreit mit dem Auto vor uns, das uns mit Hiphopbeats beeindrucken wollte. Gut, dass wir mit starkem Emo kontern konnten. Auf der weiteren Fahrt glaubten wohl einige, die Deutschlandfahne um die Schultern mache sie unverwundbar. Wahrscheinlich liefen sie deshalb so unachtsam auf die Fahrbahn oder beschlossen, all die Regeln der Fahrradverkehrsschule rebellisch zu kicken und mal ganz evil nebeneinander rumzuradeln, statt hintereinander. Bin ich ein Autospießer…aber im Ernst, selbst die größte Euphorie sollte einen nicht dazu veranlassen, leichtsinnig zu werden.
Â
Ansonsten stelle ich fest, dass die „Du bist Deutschland“-Kampagne richtig gut zeitlich angesetzt war. Das, was man uns mit „Du bist Goethe“ usw. einbläuen wollte, haben wir kopfmäßig kapiert, jetzt gibt’s die Chance, es auch zu zeigen. Bei N24 war Schily eingeladen, der tatsächlich das Gefühl hat, dass in unserem Land wieder ein gewisser Patriotismus einkehrt. Gerade die Jugend würde in die Tat umsetzen, dass Deutschland offener geworden sei. Ich bin mal gespannt, ob das nach der WM auch noch so ist.
June 15th, 2006 - 20:57
Wir sind Papst.
Wir werden Weltmeister.
GOTT MIT UNS
http://www.patridiot.de
June 17th, 2006 - 07:48
Ich bin nicht Papst. Popetown roxx
December 13th, 2009 - 03:11
Sorry for commenting off topic but which wordpress theme are you using? It’s looking interesting!!
February 3rd, 2010 - 17:18
GCieZy djjqowpvdzxg, [url=http://oazgnokuaqsw.com/]oazgnokuaqsw[/url], [link=http://hkclwfrchxqh.com/]hkclwfrchxqh[/link], http://tgcmvuldeqce.com/