pappalapapp :Kultig:Phantastisch:Bezaubernd:

8Jun/06Off

Gute Aussichten

Es war warm heute. Mit Stolz trug ich mein T-Shirt und strahlte mit der Sonne um die Wette und ließ mich vor Lachen zum Weinen bringen. Um halb5 konnte ich meine neue Tasche schnappen und nach Hause düsen. Hab mein liebes Auto ziemlich doof mit den Reifen auf die Bordsteinkante gestellt, was ich genau wusste, jedoch keinen Hehl daraus machte. Da hatte ich wohl nicht an meinen fiesen Bruder gedacht, der das gesehen hat und direkt mal petzte. Ich HASSE Petzen! Der Mann, unter dessen Tisch ich meine Füße strecke, sah ebenfalls ein Problem in meiner Parkweise, was ihn veranlasste, das Auto, das ohnehin in der prallen Sonne stand (wie schon den ganzen Tag sowieso), in die Einfahrt zu fahren, woraus ich es ohnehin einige Minuten später wieder entführen wollte. Etwas wütend, aber auch glücklich, dem Chaos davonfahren zu können, wollten mich die Bauarbeiter eine Straße weiter zum Abendessen einladen. Hopfen und Weizen gab es heute. Wie immer. Nebst Freundin schlenderte ich den Abend durch die Gegend, unterwegs Eis essend. Mjam. Außerdem ist uns aufgefallen, dass wir schon ewig nicht mehr geschaukelt sind. Wir sind ja jetzt so erwachsen. Aber Spaß verlernt man doch nicht! Als ich mir gerade noch CD´s von ihr ausleihen durfte, was im Wechsel mit meinen Auto-CD´s passierte, war ich regelrecht übersprießend gut drauf, denn so fuhr ich durch die Halbdunkelheit und hörte „The Killers“. Ein Gefühl… Morgen dann nur 4 Stunden arbeiten, danach…mhmmm…Stadt…Geburtstagsfete… Auf jeden Fall Samstag nach Bayern. Nicht oft genug könnte ich erwähnen, wie sehr ich mich freue auf Madsen, Mia…und ich MUSS an einen Merchandising-Stand. Mein Auto ist nackt. Kein einziger Aufkleber verziert seinen Arsch sozusagen. Wer hinter mir an der Ampel stehen muss, soll wenigstens einen schönen Ausblick haben.

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7Jun/06Off

Die Welt zu Gast in Frankfurt

Wow, nur nochn paar Tage, bis die Kicker übers Rasenfeld hetzen und die Gäste von außerhalb sind schon da. Überall klingen einem fremde Sprachen ins Ohr, Kleidung mit versteckten Hinweisen auf die Herkunftsländer sind angelegt. „Es ist ja schon ein bisschen wie New York“ meinte das Mädchen im „Ordnungssinn“. Auf der Zeil rätseln einige Asiaten, wie herum sie den Stadtplan am Besten halten sollen. Im strahlenden Sonnenschein, wohlgemerkt. Diese Stadt hat echt ne Größe, wobei mir besonders kleinem Menschen das vielleicht auch einfach automatisch so vorkommt. Nein, das stimmt schon. Auch ein 2-Meter-Mann (ja, genau der, der auf Konzerten immer direkt vor mir steht) wird akzeptieren müssen, dass die Zeilgalerie, die etliche Geschäfte beherbergt, und die Bankhochhäuser einfach noch riesiger sind. Letztere dürften tatsächlich den Himmel zum Lachen bringen, so wie die höchsten Etagen die Wolken kitzeln. Ansonsten fühlte ich mich in der Stadt, die mir noch nie geheuer war, recht sicher heute. Sogar am Bahnhof. Das, was ich hauptsächlich suchte, da in Darmstadt unauffindbar, waren Schuhe. Sneakers etc. Nix gefunden. Regte ich mich sonst über die Preise der Schuhe auf, die mir gefielen, hatte ich heute keine Aufregung, da es ja nichtmal Treter gab, auf deren Preisschild ich ernsthaft gucken wollte. Nun gut, Schuhe wollte ich, haben tu ich ne Tasche, die zu meinen neuen Flipos Flopos passt, nen neuen Kulturbeutel und n Trägershirt, das ich nichtmal anprobiert habe.

Geil: In einigen Geschäften stehen Tischkicker bereit. Schade, dass ich allein unterwegs war, ich hätte gern mal wieder ne Runde gezockt.

Egal, ich fieber jetzt erstmal auf die MTV Campusinvasion am Samstag hin und dann schaun wir weiter. Nach Schuhen oder nach sonst was. Wenn ich mir aussuchen darf, nach was ich schauen könnte, dann wäre es irgendwie mehr Leichtigkeit. Ich fühl mich grade irgendwie so getrieben. Komm nicht so zur Ruhe. Vielleicht benötige ich auch einfach Urlaub. Bin sehr froh, dass ich die 2 Wochen in 3 korrigiert habe. Wenn ich mir aussuchen darf, wonach ich nicht schauen möchte, dann suche ich mir lieber was aus, was ich nicht hören möchte. Und zwar solche beiden Abdullahs, die hinter mir auf der Rolltreppe besprechen, wo sie sich gleich ihr Peace kaufen. .

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4Jun/06Off

Sportfreunde Stiller viel lauter

Momentan ist Rock am Ring. Glaube ehrlich gesagt kaum, dass mich das rocken würde, daran teilzunehmen. Früher fand ich den Gedanken daran immer sehr toll, heute sehe ich die Sache nüchtern und gestehe mir ein, dass ich keinen Bock auf Zelten in der Kälte und matschigen Matsch davor habe, dass ich nicht  vom Gaskocheressen leben will, als auch, dass mir das wohl zu anstrengend wäre. Ansonsten find ich Zelten total klasse, nur so nicht…nur Lärm, man hat sicher wenige Rückzugsmöglichkeiten und muss auf blauen Dixiepötten Platz nehmen. Naja, muss ja nicht hin und MTV überträgt brav. So eben das Konzert der Sportfreunde Stiller. Die sind ja so sympathisch. Denen glaubt man, dass sie Liebe in die deutsche Gesellschaft bringen wollen. Womöglich auch per Fußball, auch DEM Fußball. Freund aus Leder. Würde ich Fußball lieben, wäre das Album „You have to win Zweikampf“ sicher was für meine CD-Sammlung. Die gerade gespielten neuen Songs klangen echt ansprechend, aber mir fehlt da der zugehörige Hype. Schade eigentlich. Ebenso schade wie die traurige Wahrheit darüber, dass ich die 3 Knaben aus Bayern noch niemals live gesehen habe. Sie waren mal in der Centralstation, da hatte ich mir aber Wochen zuvor nen Tinnitus eingefangen, was meine Vorfreude auf Laut doch trübte. Begonnen hat meine Leidenschaft für die Sportfreunde mit „Ein Kompliment“, was heute noch mein liebstes Lied der Band ist. Der Vergleich mit der Süßwarenabteilung im Supermarkt gefällt mir. Nun gut, jetzt bleiben 2,5 Stunden, um sich seelisch und physisch darauf vorzubereiten, selbst das Tanzbein und die Musikknochen zu schwingen, die Ohren auf „On“ zu stellen und die Stimmung mit anderen Menschen zu teilen. 3 davon kenne ich, die anderen werde ich beäugen.

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3Jun/06Off

Land der Billys und Poängs

Gerade habe ich aufgegeben, „Trissa“ aufzubauen. Sie ist ein CD-Kasten aus Holz und passt nicht optimal zusammen. Naja, sicher muss einfach nur nochmal gedreht werden, alle Möglichkeiten der Ansicht ausgereizt werden und dann…schrauben. Hab die Sache bis morgen auf Eis gelegt. Um diesen Aggregatzustand auch in besonderer Form zu erreichen, besitze ich endlich Gummieiswürfelformen in Stern- und Stabform. Bin mal gespannt, ob die schönen Gummiformen außer dem Schönaussehen auch einwandfrei abgerundete Eiskreaturen aus dem Wasser bilden. Einwandfrei abgerundet waren jedenfalls meine Köttbullar. Den Klecks Preiselbeerbrabsch dazu könnten sie sich sparen. Meine Fensterbank wurde vorhin überzogen und ist jetzt giftgrün bespannt, darauf finden nun 3 Sukkulentchen Platz. Platz genommen hätt ich auch gern. Zum einen in nem neuen Drehstuhl, den es aber in grün nicht mehr gab. Alles andere wäre unbefriedigend gewesen für einen Stuhl, der ein Leben lang halten sollte. Dann schau ich immer einem bordeauxroten Ding entgegen...hmmm…Da auch das mit dem tiefgelegten Balkonsesselstuhl nix wurde, hoffe ich, dass die Sonne wartet, bis ich die passende Sitzgelegenheit habe. Wie beim Überraschungseizusammenbasteln kam ich mir vorhin vor, als ich gerätselt habe, wie diese doofe Grönö-Lampe zusammengebastelt wird. Während ich das Ganze auf Morgen verschoben habe, nahm sich mein alter Herr der Sache an und fand heraus, dass es da so ein super Gewinde gibt…Aaaaah. Naja, jetzt strahlen sie zu zweit, damit sie sich nicht so allein fühlen, auf meinem Nachttisch. Die rote Schirmlampe hat nen Korb bekommen.

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1Jun/06Off

WM-Weisheiten

Runde Bälle und herzförmige Herzen. Dazu passt folgender Spruch, den ich grade in einem Kalender entdeckt habe, der quasi 365 Tage mein Gesicht begleitet:

 

Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen huschen kann.

 

Das sagte, ohne mich zu kennen, Christian Morgenstern. Ach ja *räusper* Weltfrieden.

Eine Freundin hat mir gestern geschrieben (um mich daran zu erinnern, dass es mir eigentlich immer gut geht) dass sie außer einer anderen Person, die ich auch kenne (ein Lachsack in Menschengestalt), keinen Menschen kennt, der soviel lacht, wie ich. Ich glaube, das ist sowas wie mein Markenzeichen. Schlimm, ich muss manchmal auch lachen, wenn etwas voll schlimm ist. Das ist kein Prusten oder so…eher ausgedehntes Lächeln. Aber das scheint natürlich zu sein. Da werden Stoffe freigesetzt und man muss lachen, obwohl es keinen Anlass gibt dazu. Wie lächerlich. Manchmal wünsche ich mir auch, dass ich einfach mal allein lachen kann. Aber irgendwie hab ich ein riesiges Bedürfnis, anderen mitzuteilen, was ich grade lustig fand. Also hau ich für mich 2 Mal lachen raus. Manchmal sorgt das für Unterhaltung, manchmal wünsche ich mir, ich hätte es für mich behalten. Tja, so hat jede Medaille ihre andere Seite. Trotzdem glaube ich, dass es gut ist für meine Tiefs, dass ich eigentlich immer wieder den Zustand anstrebe, locker zu werden, lachen zu können etc. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich noch nie so richtige Niederlagen erlebt habe. Tod, Krankheit, absolutes Scheitern im Beruf…sowas kenn ich noch nicht. Und solange hab ich noch Schonfrist und jeder darf sagen „Die hat gut lachen“. Stimmt.

 

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1Jun/06Off

Zehnstundentango

So fühl ich mich…als hätt ich mich 10 Stunden bewegt. Dabei hab ich doch nur gearbeitet. Und dabei gefroren. Bei Bauarbeiten im Apothekenhaus wurde das Heizungsrohr von den wahren Profis im Blaumann angebohrt…wäre halb so schlimm, würde es nicht nur grau und winterlich kalt sein. Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich anziehn soll, um mich gegen die Kälte zu wappnen. Eigentlich mag ich die frische Luft auch nur beim Autofahren. Ansonsten sehne ich mich nur nach Bettdecke. Und nach Tanzen. Ja, keinen Tango vielleicht. Walzer? Ha, wenn ich das nur könnte. Offiziell hab ich linke Bazille zwei linke Füße. Inoffiziell hab ich den Rhythmus im Blut. Ich erinner mich noch genau, wie ich nie tanzen wollte. Fand das irgendwie blöd, lächerlich. Bis ich gemerkt habe, dass es viel auffälliger ist, wenn man auf einem Konzert oder sonst wo stocksteif an seiner Cola nippt. Bier is eh viel cooler. Aber noch cooler ist Tanzen. Wenn man sich bewegt, fällt man in dem Pulk nicht auf. Es sei denn, man steht an einer unglücklichen Streber-Langzeitstudentenstelle bei „Tomte“ *AnStrickpullisErinner*

Zum ersten Mal den Stock ausm A**** genommen hab ich wohl beim MIA-Konzert. Spätestens als Mieze das Akkordeon hervorgezaubert hat. Damals musste es ja auch was Besonderes geben als Entschädigung für das verschobene Konzert. Naja, laut Planung steht mir ein chilliges, bewegendes Wochenende bevor. Samstag geh ich mir Flachbalkonsitzstühle beim skandinavischen Möbelhaus mit den blauen (ist es blau auf gelb oder gelb auf blau?) Buchstaben kaufen und sicher einiges mehr. Begleitet werde ich vom Shoppingkönig höchstpersönlichst- Papa. Hoffe, den Sonntag Abend mit wippendem Bein und zappelnden Füßen nebst reizenden Begleitungen verbringen zu können. Alles andere wird so, wie ich es gerne hab: Spontan.

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