Abmeldung
Bevor du dich fragst, ob es mich überhaupt noch gibt, ob ich vielleicht krank wäre, ob man mich entführt hat oder ob ich depressiv in meinen abgedunkelten 4 Wänden sitze, kann ich dich beruhigen, ich bin lediglich im Urlaub. Eine Woche in Berlin-Kreuzberg im roten Haus mit Stuckdecke und hohen Decken. Einkaufen, Geschichte ( nur n bisschen), essen und trinken, Tieregucken, Filmegucken unter freiem Himmel, chillen, tanzen, schimmen, photographieren etc. mit dem D. und der V. und der K. Das wird fein. Die einzupackenden Sachen liegen schon auf dem Tisch parat und warten darauf, in der blauen Riesentasche zu verschwinden. Heute noch muss das passieren, denn morgen früh werde ich nur 40 Minuten Zeit haben. Noch früher als 5 kann ich nicht aufstehen. Dann nämlich wird uns der astreine Astra zum Bahnhof bringen, wir sagen „Tschüssi Darmstadt“ und verschwinden gen Osten. Dort werden wir am Ostbahnhof aussteigen um halb1 und herzlichst in Empfang genommen. Mensch, was werden wir da eine lustige Zugfahrt hinter uns haben…sämtliche Beschäftigung ist bereits eingepackt, unserem Nachzügler, die allein Zug fahren muss, habe ich gestern noch „Russendisko“ mitgegeben zum Lesen, denn Poker alleine spielen ist doof. Der ein oder andere kann sich auf ne Karte freuen, wer keine kriegt, muss sich eine backen. Die A-Backen heb ich jetzt und schau mal, ob ich ne Runde schlafe. Beim Rausschauen wird einem ja schlecht. Also bis in ner Woche, am 7. bin ich back.
Im Schwimmbad
Ich bin umgeben von Wasser. Nach dem in den letzten Tagen selten verspürten Gefühl von Kälte, habe ich mich überwunden und fluchs ist die Woogsbrühe mit einer Badewanne zu vergleichen. Heute hab ich nur Papa mitgebracht, der erstmal zur Ruhe kommen will auf der Liege und später eher schwimmen möchte, als Frisbee zu werfen. Später will er, ich aber nicht mehr, denn ich bin getrocknet und will nicht mehr nass werden. Andere spielen was. Die einen mit der apfelgrünen Frisbee, andere mit dem durchsichtigen Adidasball. Sah so aus, als wäre er aus einem besonderen Material und dass es Spaß machen würde, damit zu werfen. Das Frisbeepaar hat nur einen Profi: Sie. Er hat´s nicht drauf, was er von ihr auch zu hören bekommt. Die Ballmenschen kriegen das besser hin. Väter verbieten ihren Kindern das Tauchen, man könne in dem grünen Wasser ja nichts sehen und das eventuell verschwindende Kind nicht mehr finden. „Ich will aber“…“NEIN!“. An Land ist das anders. Da dürfen die Kleinen alles. Fast. Ruhe geben wäre am Besten. „Nicht so laut!“. Fressalien haben besonders die Rentner in großer Vielfalt dabei. Ist auch ein wichtiges Gesprächsthema. Belegtes Brötchen zu Mittag, ach, Brotaufstrich gibt’s ja auch in Minimengen für unterwegs- wie praktisch, Obst ist immer gut, ja, besonders bei den Temperaturen, Hilde, man muss viel trinken. Nachmittags gibt’s n Käffchen und das dazugehörige Kaffeestückchen. Familien ohne Garten kommen einfach mal so, breiten die Picknickdecke aus, die eine Extrabeschichtung hat, was bei Picknickdecken der Neuzeit Standard zu sein scheint, denn da käme kein Wasser durch, wäre der Rasen feucht. Der Geruch von Nudelsalat schleicht mir in die Nase, es wird Weißwein gekippt, die Oliven und der Spundekäs sind auch ausgepackt. Der kleine Windelträger sitzt irgendwo dazwischen und knabbert an einem Brötchen, das so groß sein dürfte wie sein Kopf. Und wo man auch hinschaut…(der Woog lässt Oberkörperfreikörperkultur zu)…hängen angebrannte Brüste in Kniebereich.
Im Supermarkt
Metro kauft Walmart in Deutschland auf. Heute war ich einkaufen. Weder bei Metro noch bei Walmart, nein, bei Toom. Früher war ich voll abgeneigt gegenüber Aldi, heute muss ich sagen, dass ich den Kram doch mag, der Unterschied fällt nicht so sehr ins Gewicht, den man gegenüber Markenprodukten findet und spätestens seitdem ich gesehen habe, dass der Belmont Cappuccino aus dem Vertrieb „Krüger“ stammt und dennoch etwas günstiger ist als der Cappuccino, auf dem steht „Krüger“ und zu dem dann im Fernsehn von einer gleichnamigen Supernase Werbung gemacht wird, glaube ich, dass Belmont ebenso gut ist, wie das „Original“. Bei dem berühmten Doppelschokokeks bin ich mir allerdings nicht ganz so sicher, dass das wirklich auch De Beukelaer sein soll…Prinzenrolle scheint mir einmalig zu sein. Und unnachahmlich. Ja, so im Supermarkt, klasse, unserer hat jetzt bereits um 7 Uhr des Morgens geöffnet und schließt erst um 8 abends. Frage mich, wem um 7 einfällt, einkaufen zu gehen. Sind das vielleicht Leute, die Nachtschicht haben? Ich meine, irgendjemand arbeitet ja immer und hat anders Feierabend als andere. Wenn ich zum Beispiel bis halb7 arbeite, brauche ich Leute, die zu der Zeit noch an einer Kasse sitzen, damit ich auch die Möglichkeit habe, einzukaufen. Ich stand so vor den Tees, das war erstaunlich, was man sich da einfallen lässt, um beim Teetrinker Gefühle auszulösen. Da gibt es „Heiße liebe“ und die „Feurige Affäre“. Oder „Sonne des Buddha“, irgendwas mit Savanne. „Gönn dir Ruhe“, „Ewig jung“…hach, wir wollen doch nicht sentimental werden. Es ist grün, aus Wachs und hüpft durch die Gegend…na, was ist das? Ja, der Babybel Kräuter. Sehr lecker und Action-Food…macht doch Spaß, erst den Schnippel abzuziehen und dann den Rundkäse aus seiner Wachshülle rauszudrücken. Blöd, wenn man die Wachsschicht aufs Autoamaturenbrett legt, während die Sonne scheint. Naja, und was zum Supermarkt ja dazugehört wie die Wurst aufs Brot, ist die Frage „Ach, ich hab ja nur einen Artikel, darf ich schnell vor?…“.
Mit Verlaub: ich hab Urlaub.
Jawollja, es ist vollbracht! Noch mit Restalkohol im Blut und Kopf nach einem Abend im privaten Zentrum der Musik (James Blunt ist nicht schön, aber singen kann der) bin ich gestern früh zu meinem vorerst letzten Arbeitstag gefahren. 10 Stunden nochmal hinter mich gebracht, die Stunden gezählt, wie noch nie auf den Feierabend hingearbeitet und dann war´s auf einmal wirklich halb7! Zu Hause war ich ziemlich müde, hab mich aber gegen 8 doch nochmal aufgerafft, schließlich hatte ich geplant, meinen Urlaub im Kreise der Miezen einzuläuten. So ging´s also ins „Stella“ nebst Matratzenconcord. Wer dieses Gebäude kennt in Darmstadt: Es ist so hässlich! Dunkelgrau und einfach nur hoch…mit Fenstern. Von der Commerzbank aus betrachtet ist das ein grausames Ungetüm, aber wenn man auf der Innenseite sitzt, sprich auf der Stella-Terasse, dann sorgt dieses Monster von Gebäude für ein besonderes Flair. Ach ja, meine Erkenntnis des Abends: Campari Soda schmeckt wie Hund. Sofern Hund bitter schmeckt, weiß ich ja nicht, esse ja nur Rind, Schwein, Fisch und Geflügel. Umgezogen sind wir ins Café Chaos, dort musste ich unbedingt die Pizza Nummer 1 essen und ¼ davon abgeben. Heute Morgen bin ich gediegen aufgestanden, hab mich seit längerer Zeit mal wieder voll ausgeschlafen gefühlt, einfach weil der Kopf frei ist und ich sagen kann: „Nach mir die Sintflut“. Stimmt ja nur in begrenztem Maße, aber anders als mit dieser Denkweise kann man doch nicht richtig abschalten. Und so ein Wochenende reicht irgendwie nicht aus. Frisch geduscht konnte ich mich gerade dem Frühstück widmen und mich mit meinem Vater über das neu errungene Bild unterhalten. Muss zugeben, dieser Kunstdruck mit den verblassten Blumen auf dem Leiterwagen brauchte einen Nachfolger. Zur Auswahl standen also Klatschmohnmeer und Stadt in Gardaseeregion. Zweites hat also das Rennen gemacht und wird bald hängen. Bin ich ja froh drum, sowas fehlte. Die Wohnzimmerbilder in Öl haben eher Themen wie „Tanne an Bach“, „Gebirge“ und „Waldweg“, das Treppenhaus befasst sich mit „Flugenten im Anflug“ „Pferde auf der Weide auf Holz“ und „Schäfer“, im Flur unten gibt’s „vor dem Gewitter am Bach mit schwimmenden Wasservögeln“, oben dann eher „Blumen in der Vase“ und „Meer“. Naja, also an Vielfalt mangelt es da ja wirklich nicht. Okay, mich juckts überall, die Schnaken haben in mir eine reiche Nahrungsquelle gefunden und zapfen sich ab und an was ab und verraten es ihren Freunden. Jetze geht’s diverse Kleinigkeiten einkaufen fürs dicke B, denn da geht’s ja bereits Dienstag hin, direkt nachdem der Hahn gekräht hat. Mal sehn, wohin der heutige Sonnabend (so sagen sie ja im Osten zu Samstag) führt…sicher wie das Amen in der Kirche ist schon mal, dass wir Essen gehen und mal gucken, was dann wird.
Besser zu spät als nie
Leute, solltet ihr je in Frankfurt sein, merkt euch die Location, die ihr besser nicht betreten solltet. Es sei denn, du bist mit zwei liebenswerten Menschen unterwegs, mit denen du einfach alles aushalten könntest; wenn du düstere Seitenstraßen magst in denen Scheintote rumliegen und du darauf aus bist, in eine Kanüle zu stapfen; wenn du eine fette Fledermaus bist; oder wenn du einfach auf dunkle Kellerlöcher stehst mit Kerzen, die von der Decke tropfen. Will das „Final d. “ nicht ganz schlecht machen. Also der Weg dahin ist schon wirklich nicht mein Fall und die 3 Euro sind fair, vor allem gibt’s ja auch nen Hexenstempel. Nicht, dass ich Hexen mögen würde, aber der Stempel war niedlich. Es geht dann nach der Leibesvisite (bedeutet: Von 3,50 großem Mann mit 1,50 langer Mag lite in die Tasche geschaut zu bekommen)  ein paar Stufen abseits und da gibt’s dann ne Bar und es ist halt recht dunkel. Das Publikum sind nicht so recht Leute wie du und ich, sondern einige Menschen, die scheinbar Probleme mit dem Kombinieren von verschiedenfarbigen Kleidern haben und deshalb einfach nur Schwarz anziehen, um dem Problem mit dem „Das passt doch alles nicht zusammen!“ zu entweichen. Schlau. Joaaa, es kam halt „Independent“, was man sich darunter auch vorstellen mag. Nick Cave sei das unter anderem sagte K., was weiß ich…mir hats nicht gefallen. Fand die Gesamtsituation einfach nur amüsant. Man muss auch mal was Blödes erleben, damit man zu schätzen weiß, was es Gutes gibt. Nachdem wir uns das Spektakel ne halbe Stunde von der Ecke aus angeschaut haben, nahmen wir die vorher nach unten betretene Treppe Richtung oben, versprachen dem Türsteher Ingo (der dachte bestimmt auch, so sehnsüchtig er uns hinterherrief „Endlich mal bunte Mädchen mit Normalfigur“), wiederzukommen und gingen aus der Seitenstraße wieder ins Zentrum mit dem Gedanken, diesen Ort nie mehr zu betreten. Zumindest nicht an diesem Abend. Checkten kurz ab, was im Nachtleben abgehen würde. Hm…“Ok cliché“, zu elektronisch, auf epileptische Anfälle hatten wir nicht so Lust. Ab zum Gefährt, ab nach Haus. Naja, zuerst in die „Klamotte“. Wo man UNS fragte, ob wir bereits 18 seien. HUUUUST!!! Nahm es als Scherz, doch zumindest einen Ausweis wollte der etwa 45-Jährige dann doch sehen. So endete der uns drei doch sehr bereichernde Abend mit 2 Ginger Ale für die Miezchen und einem Guinness für mich, ich bin ja schon groß. Gestern gechillt und ne CD für die Berlinfahrt zusammengestellt, die in meinem Auto schon mal nicht als solche erkannt wird. Wehe, der Discman macht auch Aufstand…naja, wehe…am Ende bin ich ja der, der den Kürzeren zieht. Nach einem weiteren anstrengenden Arbeitstag und der Aussicht auf unendlich lang vorkommen müssende 3 Wochen Urlaub, habe ich beschlossen, am kommenden Freitag mal nicht darauf aus zu sein, Auto zu fahren, ich werde mich kutschieren lassen und was trinken. Ohne berauscht zu sein, ein bisschen, werde ich ja gar nicht glauben, dass es vorbei ist. Alternative wäre, dass mich jemand permanent zwickt. Aber auf Dekubituseinschlaglöcher hab ich null Bock.
Es läuft aus uns raus!
Zuerst: Dieser Eintrag war von gestern, aber das System funkte nicht, darum war auch die Seite selbst von dir nicht anzuschauen. Jetzt ist alles wieder normal und ich freu mich. Los geht’s mit dem eigentlichen Eintrag:
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Viel Mist aus unserem Mund, manchmal Schnupfen aus der Nase, Urin aus der Blase…etliches läuft aus uns heraus. Manches sollte besser doch drinbleiben, anderes würde uns zum Platzen bringen, müssten wir es in uns behalten. Leben läuft auch aus uns heraus. Zeit verfliegt. Und sie nachzufüllen ist nicht möglich. Was uns bleibt sind entweder die schönen Erinnerungen, wenn diese eher schlecht sind, möchten wir am liebsten gar nicht, dass sie zurückkommen. Manches Erlebte können wir wiedererleben, zwar nicht genau so, wie es mal war, aber annähernd so.
´ dann ist das Leben ein Gefäß, das man gefüllt hingestellt bekommt, und zwar gefüllt mit Zeit. Und in diesem Gefäß ist ein Loch drin und die Zeit fließt unten raus, so ist das nämlich, wenn man überhaupt von einem Gefäß sprechen will. Und Zeit, das ist das Blöde daran, kann man nicht nachfüllen´ Das hab ich gestern in „Herr Lehmann“ von Sven Regener gelesen. Fand das ganz interessant, so diese Vorstellung. Denn es stimmt, wir bewegen uns im Prinzip alle darauf hin, dass das Glas halt mal leer ist. Hängt dann wohl nur noch am Blickwinkel. Wie mit dem Optimisten und dem Pessimisten, die unterschiedlich ein halb leeres, bzw. halbvolles Glas beurteilen.
Das Buch generell kann ich empfehlen, hab ich glaub ich auch schon mal. Ebenso wie den Film, Christian Ulmen hat ja die Hauptrolle. Und unweigerlich lese ich das Buch und wie das so ist, macht man sich dann Bilder im Kopf zurecht und ich kann gar nicht anders, als dann an die Schauspieler zu denken. Das schränkt meine Phantasie ein!
Aktuelle Kamera in mein Leben noch kurz, das Posthofeinweihungsfest meiner Apotheke war sehr schön gestern Abend, auch, wenn ich keinen Hunger hatte, danach waren zwei Miezekatzen bei mir, wir haben wegen Anton dem mutigen Grashüpfer geschrien, Kerzen angemacht und den lauen Sommerabend auf meinem Balkon genossen. Phase 10 dabei und um 0:00 war Ende vom Lied. Musikalisch begleitet wurden wir von Phoenix, passte zur Atmo´. Heute Morgen bin ich zur Arbeit, war aber hauptsächlich im Hintergrund tätig. Meine erste Brechampulle ever geknackt, mit der Spritze aufgezogen und ab die Post in die Nasensalbe damit. Mal sehen, ob ich Montag Zäpfchen gießen muss. Immerhin muss ich doch keine 46 Stunden arbeiten, meine Kollegin ist für mich eingesprungen. Gerade regnets, endlich! Heute Abend geht’s mit den Miezen von gestern, die aber nicht von gestern sind, ins „Final destination“. K´s Frisör hat gesagt, das wär supergut…Indie und so. Na dann, lass rocken, I am so excited.
 Nachtrag: Ihc werde morgen noch posten, wie das Final Destination ist und der ganze Abend. Einen Vorgeschmack gibts auf der Seite von Kristina...siehe unter Links.
Früher war alles besser
Ich bin ganz typisch jemand, der sowas gern vom Stapel lässt. Die Menschen waren noch ehrlich, die Moral siegte über der grenzenlosen Toleranz für alles und jeden, die Jungs mussten generell den ersten Schritt machen, Emanzen schielten auf die von Männern besetzten Chefsessel und die Musik war auch super. Heute, als ich ne Salbe gemixt hab, kam mir so der Gedanke, dass ich irgendwie gerne mal wieder heimkommen würde und sagen könnte „Mama, wollen wir ne Runde Mensch ärger dich nicht spielen“ und Mama würde und auch sonst wäre sie sehr besorgt und man würde mit strahlenden Augen von seinem Tag erzählen und dann in sein Zimmer gehen und was malen oder die Hausaufgaben machen. Außerdem wäre man entzückt von Rolf Zukowski und würde sich auf die Ferien hauptsächlich freuen, weil dann täglich „Ferienfieber“ käme. Einerseits finde ich gut, dass mir alles in der Hand liegt, ich über mich entscheiden kann, aber andererseits merke ich, wie groß die Verantwortung in bestimmten Bereichen ist, die auf einem liegt und dass man sehr wohl zur Rechenschaft gezogen werden kann, wenn man sich dessen mal nicht so ganz bewusst ist und irgendwas vergisst oder falsch macht. Nicht, dass mir sowas passiert wäre, ich bin schließlich eine Heldin, aber sie fehlt mir, die Leichtigkeit des Lebens. Hoffe sie nächste Woche zu finden, wenn ich Urlaub habe. Wenn ich dann nicht abschalten kann von zu Hause und der Arbeit, fress ich nen Besen. Ich hoffe, sowas gibt’s in Berlin, bzw. dass ich es nicht brauche. Nen Besen mein ich.
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Ansonsten hatte ich geplant heute wegzugehen, entweder nach Frankfurt in so nen Club oder nach Darmstadt ins Stella, jedoch gibt’s heute eine Neue-Apotheke-Einweihungsfete und da geh ich wohl hin. Für Frankfurt reichts dann sicher nicht mehr, vielleicht aber wird das mit dem Stella was. Jou, belegte Brötchen, Bier und Apotheke…was will ich mehr? Ach ja, ich weiß, eine 46 Stundenwoche nächste Woche. Wer mir dann sagt, ich habe meinen Urlaub nicht verdient, muss mit Ohrfeigen erster Klasse rechnen. Und einem Spucker ins Gesicht.
Von jetzt auf gleich
Der größte Unterschied zwischen meinen Eltern und mir ist wohl, dass sie alles planen müssen und ich nicht. Ich bin spontan und wenn mich wer anruft und sagt „Hey, komm doch vorbei“ oder so, dann überleg ich nicht lange, dann spring ich ins Auto (nie war Spontaneität so einfach) und düse los. (Vorausgesetzt, ich hab voll Lust grade ) Und es ist nicht so, dass ich auf Abruf immer abrufbar bin, wie meine Eltern es mir unterstellen. „Kaum ruft der an, schon springst du“. So ein Quark. Gestern hatten wir die Autokonstellation etwas verändert (das macht das Leben ja erst richtig spannend) und so war mein Auto ausgerechnet schon in der Garage, so ein Mist aber auch. Ein bisschen gegriesgrämt und am Ende hatte ich die Karre doch unterm Hintern und bin nach 3-Eich zu dem Mädchen, das mich auf ne Erdbeertüte eingeladen hat. Am See haben wir die schwarzen, weißgebrüsteten Enten gefüttert, die gierig auf jeden Krümel losgestürmt sind und später waren wir an der Pyramide, von der aus man auf Frankfurts Skyline runterschauen kann. Barfüßig watschelten wir wieder runter und nach Hause gings. Mit den Killers im Ohr. Heute Morgen war ich dann erstmal Kompressionsstrümpfe anmessen und bekam ein total entzündetes Auge gezeigt, das sehr ekelerregend aussah. Danach war es wieder ein ziemliches Gerenne. Heute Nacht hat mich 2 Stunden lang der Gedanke nicht losgelassen, ob ich ein Medikament hätte in den Kühlschrank legen müssen oder nicht. Irgendwie war ich mir sicher, dass ich es immer ausm Regal genommen habe und nicht ausm Kühlschrank, auf den grüne Punkte hinweisen, aber dieses Restrisiko, sich das nur einzureden, blieb. Mir wurde heiß und kalt, ich hatte keine Möglichkeit, mich abzusichern, also wollte ich bis heute früh warten. Also meiner Kollegin ne Message gesendet und die hat mich dann beruhigt, es war alles richtig, wie ich’s gemacht hab. Jetze leg ich mich ne Runde hin, guck dabei bis ich eingeschlafen bin, Schund im Fernsehn und krieg dann später Besuch. Morgen wieder nur halber Tag, keine halben Sachen.
Es wird heiß!
Die Wetterkarte im Zweiten war vorhin durch und durch feuerrot. Das nicht ohne Grund. Morgen wir es weit über 30 Grad geben, zumindest hier in Hessen, im Berliner Raum sogar 40. Heute hatte ich meinen halben Tag und mir überlegt, nach Schluss auch schwimmen zu gehen. Auch. Wie wahrscheinlich jeder andere Mensch hier, der nicht weggefahren ist, um woanders Urlaub zu machen. Also, kombiniere kombiniere (wie von Kommissar 00 Schneider brav gelernt), das Freibad in Egelsbach wird überfüllt sein und man würde sich ohnehin nur um Liegeplätze und Schwimmbahnen streiten und um an den geliebten Woog zu fahren, bräuchte ich das Auto und in der Stadt ist es dann endlos heiß und die Ozonbelastung bestimmt eh schon hoch genug, als dass ich da auch noch meinen Senf dazugeben müsste. Dafür hab ich weitgehend vollgetankt, die Illusion, man würde besser noch warten, es könnte eventuell billiger werden, ist meiner Meinung nach Gedankenverschwendung. Irgendwie hab ich den Nachmittag also rumgekriegt, sogar gesaugt hab ich endlich mal wieder. Saugen ist neben Föhnen die so ziemlich beschissenste Tätigkeit im Sommer. Aber beides muss leider sein. Danach hilft es ungemein, das Gesicht mit nem kalten Waschklappen zu betupfen und das dann von der Luft trocknen zu lassen. Die Regel, Antitranspirantien nur alle zwei Tage zu benutzen, habe ich längst gebrochen. Mit einem normalen Deo kriegt man bloß den eventuell auftretenden Geruch in den Griff, die sich bis zum Bauchnabel ausweitenden Schweißflecken hingegen wandern und wandern und wandern. Naja, wir haben uns nen echten Sommer gewünscht, dann meckern wir auch nicht, wenn er dann krasser ausfällt, als erwartet…
Oh heavy day
Das Aldieis ist über die Zunge geschmolzen, ich hab wieder normale Körpertemperatur und schreib nen Eintrag. Weiterhin sind meine Arbeitstage alles andere als entspannend, obgleich es auch schön ist, mitanzusehen, wie die Apotheke immer schöner wird und sich die Umbauarbeiten dem Ende zu nähern scheinen. Muss sagen, die Stimmung ist gut, die Arbeiter sind keine blöden Prolls, sondern Leute, die Ahnung haben und sich bemühen, alles schön zu machen. Auch ohne, dass sie irgendwas studiert haben. Allerdings stauben sie uns auch ganz schön ein, ich wasch mir öfter als sonst die Hände und meine Schuhe sind auch mit einem weißen Flaum bedeckt. Naja, bald ist es ja vorbei. Sowas nenn ich Feinstaub! Von wegen, Darmstadt hätte so ne hohe Feinstaubbelastung- da hab ich noch nie husten müssen, weil es so staubig ist. Jetzt bin ich müde, das Blasenpflaster schläft bereits am Fuß nur so zur Vorbeugung und eventuell geht man später noch mit mir n Eis essen und guckt bei mir „School of rock“. Den Rock hab ich schon an.