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Besser zu spät als nie

24 07 2006

Leute, solltet ihr je in  Frankfurt sein, merkt euch die Location, die ihr besser nicht betreten solltet. Es sei denn, du bist mit zwei liebenswerten Menschen unterwegs, mit denen du einfach alles aushalten könntest; wenn du düstere Seitenstraßen magst in denen Scheintote rumliegen und du darauf aus bist, in eine Kanüle zu stapfen; wenn du eine fette Fledermaus bist; oder wenn du einfach auf dunkle Kellerlöcher stehst mit Kerzen, die von der Decke tropfen. Will das „Final d. “ nicht ganz schlecht machen. Also der Weg dahin ist schon wirklich nicht mein Fall und die 3 Euro sind fair, vor allem gibt’s ja auch nen Hexenstempel. Nicht, dass ich Hexen mögen würde, aber der Stempel war niedlich. Es geht dann nach der Leibesvisite (bedeutet: Von 3,50 großem Mann mit 1,50 langer Mag lite in die Tasche geschaut zu bekommen)  ein paar Stufen abseits und da gibt’s dann ne Bar und es ist halt recht dunkel. Das Publikum sind nicht so recht Leute wie du und ich, sondern einige Menschen, die scheinbar Probleme mit dem Kombinieren von verschiedenfarbigen Kleidern haben und deshalb einfach nur Schwarz anziehen, um dem Problem mit dem „Das passt doch alles nicht zusammen!“ zu entweichen. Schlau. Joaaa, es kam halt „Independent“, was man sich darunter auch vorstellen mag. Nick Cave sei das unter anderem sagte K., was weiß ich…mir hats nicht gefallen. Fand die Gesamtsituation einfach nur amüsant. Man muss auch mal was Blödes erleben, damit man zu schätzen weiß, was es Gutes gibt. Nachdem wir uns das Spektakel ne halbe Stunde von der Ecke aus angeschaut haben, nahmen wir die vorher nach unten betretene Treppe Richtung oben, versprachen dem Türsteher Ingo (der dachte bestimmt auch, so sehnsüchtig er uns hinterherrief „Endlich mal bunte Mädchen mit Normalfigur“), wiederzukommen und gingen aus der Seitenstraße wieder ins Zentrum mit dem Gedanken, diesen Ort nie mehr zu betreten. Zumindest nicht an diesem Abend. Checkten kurz ab, was im Nachtleben abgehen würde. Hm…“Ok cliché“, zu elektronisch, auf epileptische Anfälle hatten wir nicht so Lust. Ab zum Gefährt, ab nach Haus. Naja, zuerst in die „Klamotte“. Wo man UNS fragte, ob wir bereits 18 seien. HUUUUST!!! Nahm es als Scherz, doch zumindest einen Ausweis wollte der etwa 45-Jährige dann doch sehen. So endete der uns drei doch sehr bereichernde Abend mit 2 Ginger Ale für die Miezchen und einem Guinness für mich, ich bin ja schon groß. Gestern gechillt und ne CD für die Berlinfahrt zusammengestellt, die in meinem Auto schon mal nicht als solche erkannt wird. Wehe, der Discman macht auch Aufstand…naja, wehe…am Ende bin ich ja der, der den Kürzeren zieht. Nach einem weiteren anstrengenden Arbeitstag und der Aussicht auf unendlich lang vorkommen müssende 3 Wochen Urlaub, habe ich beschlossen, am kommenden Freitag mal nicht darauf aus zu sein, Auto zu fahren, ich werde mich kutschieren lassen und was trinken. Ohne berauscht zu sein, ein bisschen, werde ich ja gar nicht glauben, dass es vorbei ist. Alternative wäre, dass mich jemand permanent zwickt. Aber auf Dekubituseinschlaglöcher hab ich null Bock.


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One response to “Besser zu spät als nie”

26 07 2006
Monkey (05:01:25) :

Hi Sandra, ich darf darauf hinweisen, dass ab sofort neue Designs zur Verfügung stehen, die individuell anpassbar sind. Ausserdem kannst du auch Fotos hochladen! Somit sollte es möglich sein, dass dein Blog etwas mehr Individualität erhält! Sieh im Dashboard noch, oder unter http://monkey.blog.rilinger.com/
Gruß Andreas

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