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Spiderman zu Besuch bei Catwoman

13 09 2006

Viel unspaktakulärer als die vielversprechende Überschrift das Erlebnis an sich, das schlicht heißen könnte, Spinne in Sandras Auto. So ging es mir gestern, ich aufm Sprung, Auto auf, das Licht geht innen an und angeleuchtet wird etwas, dass sich flink über meinen Sitz bewegt, mit kleinem Körper und ellenlangen Beinen. Sollte ich jemals behauptet haben, Spinnen seien kein Problem für mich, es sei denn sie seien fett und haarig, habe ich gelogen. Ins Auto einsteigen und einfach losfahren konnte ich nicht, töten kann ich sowas auch nicht. Zurück und sturmgeklingelt, Ma muss das erledigen. Ohne Taschentuch fasst sie die Tiere aber auch nicht an. Bis sie dann eins hatte, war die Spinne tausendmal irgendwo aufgetaucht und dann leider auf ewig verschollen. Ich war irgendwann so mutig und bin einfach eingestigen und losgefahren, in der Hoffnung, dass sich nichts plötzlich von der Decke abseilt oder sich ausgerechnet auf die ständig anzufassende Gangschaltung setzt. Auch Mieze K. hat das Spinnentier nicht entdeckt, habe brav gewarnt, dass uns diesmal jemand achtbeiniges nach Dieburg begleitet, jedoch weiß ich nicht, ob Spinnenohren so Billy Talent resistent sind und ob sie unseren Katzenjammer so ohne weiteres aushalten. Jedenfalls war es ganz schön, eher geredet und Musik gehört als getanzt, ich hatte zwei der stylischen Africola-Flaschen in der Hand und extravagante Gestalten gibts im Dieburger Tanzgarten auch genug. Um 12 machten wir uns auf den Weg nach Hause, der gut gekleidete Emo hüpfte an uns vorbei und wir näherten uns dem goldenen M, Mc Drive. Und wer sich fragt, wo die Polizei denn immer ist, wenn was passiert, kann ich das Geheimnis lüftend erzählen, wo die sind: Bei Mc Drive. Letztes Mal hinter uns, gestern vor mir. Naja, im Großstadtrevier essen sie ja auch mal ne Currywurst zusammen. Einen Cheeseburger und ein Happymeal mit Figur Bulli, einem Hippie-VW-Bus in türkis mit der Aufschrift “Peace” und “Love” (pardon: Fuck the world…insider…) weiter, die Madsens eingelegt und immer darauf bedacht, dass der Ketchup auch auf den Pommes bleibt und nicht auf die Sitze rutscht, ging es nach Hause.

Und was ist jetzt mit der Spinne? Sie ist gestorben. Heute Morgen bekam ich erzählt, dass meine Eltern sie gefunden haben, (nur ein Sitzpolster trennte uns voneinander, denn sie saß unterm Sitz) und beseitigt haben, ich weiß eigentlich gar nicht, ob sie tot ist, aber sicher sind wir nicht so sozial gewesen, sie auf ein saftig grünes Blatt zu setzen, dafür hat sie mir einfach zuviel Ärger gemacht.

Jetzt bin ich jedenfalls müde, etwas Schlafmangel, 4 Stunden gearbeitet…

Und zu mir sagen  “Also bis morgen, in alter Frische”, darf man erst in einem Monat.


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