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24Sep/06Off

Freie Fläche

Kein Alkohol ist auch keine Lösung, so die toten Hosen. Dacht ich mir auch, und hab statt Milch, Baileys in meinen Kaffee geschüttet und nicht nur weil die Tasse grün-weiß-gestreift ist, schmeckt das. Macht man ja nicht alle Tage. Ebensowenig macht man alle Tage, was ich heute gemacht habe- Ordnung. Der Spruch "Wer Ordnung hat, ist nur zu faul zum Suchen", ist Blödsinn in meinen Augen. Denn wenn man schnell was finden muss, ist es unvorteilhaft, wenn man zuviele Stellen zum Suchen hat und dann plötzlich nicht mehr sicher ist, ob man die gesuchte Sache überhaupt besitzt. Um dem entgegenzuwirken, habe ich mein Chaos geordnet und Staub entfernt, mit dem Sauger (dabei habe ich mich um einen Schnürsenkel beraubt, den ich aber eh nicht mehr brauche) und währned der Schrankaktion gemerkt, dass ich zuviele Taschen habe. Abgesehen davon, dass ich da ne klare Rangordnung habe, welche ich mag und welche nicht, doch beachtlich. Außerdem befindet sich in jeder Tasche etwas, das ich mal gesucht habe und nicht zuletzt habe ich in einigen Hosentaschen Haarklammern von H&M wiedergefunden, von denen ich dachte, alle verloren zu haben. Dass ich jetzt erstmal wieder Ordnung habe, soll jedoch nicht die Behauptung durchleuchten lassen, dass ich ab jetzt wieder alles finden werde, ich kenne ja meine Panik, wenn ich nicht auf die Schnelle meinen Schlüssel in der Handtasche finde, was man an meinem hastigen Gruscheln merkt. Bisher hatte der Text so gut wie nichts mit der Überschrift zu tun (gerade das Neue von den Killers im Radio, geiloooooo BERLIN, Miezen, erinnert euch...sie wollen besser werden als die Strokes? Möchte behaupten, dass sie das für mich geschafft haben), was ich jedoch mit folgender Grabung in meiner Erinnerung einleuchtend machen möchte. Ich saß im "Rubens", einem Halbedelcafé in Berlin-Kreuzberg in der Sonne, dabei 2 Sozialpädagogikstudenten, einmal weiblich, einmal männlich, V. und ich und die Ergotherapeutin. Letztere meinte, sie fände es toll, wenn man in seiner Wohnung eine große freie Fußbodenfläche hat. Meinungen wurden geäußert, dass die Fläche dann ja quasi für die (Mieze-)Katz ist, was widerlegt wurde, indem man sagte "Aber man kann zum Beispiel Photos auf dem Boden ausbreiten und sie angucken". Pause. "Also ich hatte noch nie das Bedürfnis, Photos auf dem Boden anzugucken". Sehr lustig, wir lachten. Die Person, die die Behauptung aufgestellt hatte, meinte aber, was ich unterschreiben würde: "Aber man weiß wenigstens, wenn man Photos auf dem Boden angucken wollte, könnte man es". Ich mag auch ne freie Fläche. Mein Zimmer ist normalgroß und reicht, aber wenn man Platz hat, nutzt man ihn und irgendwann merkt man, dass es einem doch zu voll ist, dann nämlich, wenn man in seinem Zimmer Parcours laufen muss. Manchmal musste ich das und das Möbelstück, das das Problem war, war nicht etwa dafür da, es ordnungsgemäß zu nutzen, nein dieser Tisch wurde zugeschüttet mit allem, was man grade nicht gebrauchen konnte. Nein, kleine Brüder wurden nicht darauf abgestellt, ha. Mein IKEA-Besuch bescherte mir den LACK-Beistelltisch, der wesentlich kleiner ist, als der Vorgänger, immerhin ein Echtholztisch, aber zu wuchtig. Nun ist dieser umgezogen in das Zimmer meines Bruders und ich habe Platz. So ein LACK ist nämlich viel einfach irgendwo in ne Ecke gestellt und wenn ich wollte, könnte ich Photos auf dem Boden ausbreiten.

Comments (11) Trackbacks (0)
  1. ich habe zur not in meinem zukünftigen bad ganz viel freie fläche zum fotos-angucken. aber auch in anderen zimmern finde ich es ganz angenehm, wenn vermeintlich unnützer/ungenutzter platz vorhanden ist. so fühlt man sich nicht so eingeengt. und man kann auch andere sachen auf dem boden ausbreiten, nicht nur fotos. eine deutschlandkarte zum beispiel, um einen roadtrip zu planen! oder um yoga zu machen, was ich aber nicht tue. aber ich könnte. oder um twister zu spielen. oderoderoder.

  2. eben, die option für das alles wäre da und wenn man wollte könnte man, darum gehts doch. au ja, wir breiten die deutschlandkarte aus und schauen uns mal genauer an, welche Route mein Zug hatte :) Au ja, twister, direkt nach dem bifiteral…und dann hoffen, dass die A-Backen zusammenbleiben dürfen :) Igitt, ich wider dich an! ;-)

  3. hehe. und stehpartys (sprich: stehparteys, ganz wichtig (für Simpsonsfreaks wie mich!! ;-) ) wären auch kein problem!

  4. hä? Stehpartey? Da bin ich nicht genug simpsonfreak. übrigens ist der spaten marc andré auch simpsonfreak gewesen, sogar abonnent des heftes. hoffe, nciht alle simpsonfreaks sind spaten :)

  5. Nur das Genie überblickt das Chaos- Aufräumen? :P

  6. oh, also ein bisschen spaten bin ich schon manchmal. aber nicht dolle. und die hefte lese ich nicht. zu partey: homer sagt einmal irgendwas von party. und bart belehrt in dann, dass das partey heißen würde und homer ja offenbar überhaupt nicht auf dem laufenden sei. musst du auch nicht witzig finden jetzt. reicht, wenn ich das tue. ;-)

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