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Katze, kauf lieber Whiskas, als mir vors Auto zu laufen!

29 11 2006

Das letzte Kalenderblatt ist schon angebrochen, diese paar Novembertage stehen nicht mehr mit Terminen voll, die ich mir nicht auch merken könnte und  das Schwarz-weiß-Bild mit dem dicken schon älteren Barkeeper in einer französischen Bar, ich denke, direkt in Paris, mag ich nicht mehr anschaun. Überhaupt ist das das unansprechendste Bild dieses Französische-Cafés-Wandkalender gewesen. Nun schauen mit 5 weiß gekleidete, kalt wirkende Männer an, die ebenfalls an einer langen Bar Cocktailgläser füllen. Tja, und fürs kommende Jahr hab ich noch keinen neuen Kalender. Je älter man wird, umso schneller kommt einem so ein Jahr vor…man erinnert sich beinahe genau noch daran, was letztes Jahr war. Früher war das sooo in der Vergangenheit, dass man schon längst wieder vergessen hat. Schade, als man schnell erwachsen werden wollte, ging es so schleppend, und jetzt, wo man das Alter auf einen zukommen sieht, erscheint es einem so unglaublich schnell. Haribo is aber immer gleich, macht Kinder froh und Erwachsne ebenso. Das lass ich mir nicht zweimal sagen, heute am Spätnachmittag, so gegen 5 muss es gewesen sein, brauchte ich was zuckriges und musste letztendlich 3 Minitütchen aufreißen und leeren. Und da wir grade bei Tieren sind…Rabbits are roadkill, das kennen wir ja schon, aber heute wäre beinahe eine Miezekatze geplättet worden. Es war zum Glück außerhalb, ich konnte gleich bremsen und sie erschrak auch und machte nicht diese Stehenbleib- und zur Salzsäure-erstarr-Reaktion, sondern lief schnurstracks zurück unter das parkende Auto, unter dem sie sich vorher schon verkrochen hatte. Ich habe mir überlegt, was man in dem Fall machen muss…Wohngebiet…irgendwer würde sie vermissen und dann da ,etwas verunstaltet wohl, finden und sich fragen, wer denn sowas macht. Meldet man sowas? Tiere sind doch juristisch gesehen Gegenstände, oder hab ich mir das falsch gemerkt? Naja, wie auch immer, nix passiert, wir haben beide gut reagiert, das wird die Miezenconnection machen, die hat das gleich gecheckt “Hey, das is doch eine von uns, der lauf ich ma nicht vors Auto!”. Ansonsten höre ich gerade die wundervolle CD der Kooks “Inside in-inside out” und freu mich wie Bolle und Horst zusammen.



RHCP @ FFM

27 11 2006

Es leben die Abkürzungen…fanden die Fanta 4 auch mal und ihr erinnert euch an MFG, ich mochte es, jawollja. Doch über diese Band solls ja gar nicht gehn, sondern um die einzigartigen sagenhaften unglaublich talentierten RED HOT CHILI PEPPERS! Red und hot war auch so ein Körper, vermute ich. In wenigen Minuten hat einem der eigene Körper weis gemacht, dass er ganz schön schwitzen kann, wenn es heiß ist. Und dass sich Luftfeuchtigkeit in Form von Schweiß an der Decke sammelt und dann runtertropft. Aber mal schön der Reihe nach…gegen 5 sammelte sich die Miezenelite in der S3 im allerersten Waggon, yeah, das Hüftgold ist noch so schmal, dass wir zu dritt auf die Bahnbank passen. Eine saß allein, das machte aber nix, denn bald ging ihr das Herz auf…sollte es doch pinke Sachen regnen. Weihnachten ist nicht mehr weit, das merkt man daran, dass Geschenke gemacht werden mit einem “Falls wir uns bis zum 24. nicht mehr sehn, gell”. Hauptbahnhof, dort schonmal ziemlich vielen Leuten an der Nasenspitze anzusehen, wohin sie gehen. Leichtsinn ist…wenn man seine 55 Oironen-Konzertkarte locker lässig in der Hand hält, damit herumwedelt. Ich denke mir: Ein geschickter Sprung, ein Griff und hepp is die Karte wech und jemand anderes auf dem Konzert als du, der die Karte erstanden hat, emsig dafür gespart, auf die neuen Schuhe verzichtet. Ja, gut, die Phantasie geht mit mir durch oder ich mit ihr, I don´t know. Ab in die U-Bahn zum Messegelände, Festhalle. Dort in die Menschentraube…ja, Traube wäre schön, das war ein überlebensgroßer Kürbis. Lustige Leute um uns herum…Egon, Peter, Horst-Detlev…alle waren sie dabei. Auch die Mamas mit Käsebrot und Cola aus Plastikäppler-Bechern. Der erste Schub…von weitem schonmal klargemacht, was nicht mitdarf…puh, zum Glück hab ich den Revolver und die Dynamitstange unterwegs verloren, sonst könnt ich ja womöglich nicht zum Konzert. Wie es wohl sein würde, die ersten zu sein und einfach reinstürmen zu können, wohin man auch will…ja, was für ein Gefühl. Wir waren nicht die ersten…aber mit bei den nächsten nach den ersten. Und somit bereit, wirklich gute Plätze einzunehmen, direkt an der zweiten Absperrung bei den lustigen Securitys…blaues Poloshirt mit neongelber Schrift “Safe Security”, rosa Handtuch um den Hals und lauter Blödeleien…ja, sie hatten einiges zu tun. Vorband überzeugte nicht so recht, mir tut es immer um die Bands leid, die ausgebuht werden, obwohl sie für wirklich gute Bands spielen dürfen, aber hier…es erinnerte an eine Jazz-Session, totaler Freestyle, Gesang like Bodyrockers, aber trotzdem nicht so gelungen, Schlagzeug like Phoenix und dann alles wirr durcheinander, selbst wenn es einem gefallen hätte, man hätte keinen Takt halten können. Jedes Lied, das zum Aufwärmen aus den Boxen lief (naja, war vielleicht yellow very unhot) wurde am Schluss beklatscht, aber die Red hot chili peppers brauchen nicht warten, bis das Lied zu Ende ist, nein plötzlich geht die Mucke aus und sie erscheinen. Ich mag Stadium arcadium sehr gern, hatte mir erhofft, dass sie hauptsächlich daraus vorsingen. Die ausgekoppelten Singles liefen, der Rest waren eher die Hits vergangener Jahre. Viel vom Album “By the way” wie gleichnamiges Lied, Throw away your Television (yeeeehaaaa), dann “Californication” und “Under the bridge”. “Give it away” ging ab wie die Luzie höchstpersönlichst. Ja, es war schon ein Fest. Und dieser Moment, du weißt, es geht gleich los, du stehst im selben Raum, wie eine Band, die man auf der ganzen Welt kennt und du wirst einen deiner nächsten Atmezüge machen und von ihnen ausgestoßene Luft einatmen. Hehe, nein, ganz so schlimm war es nicht. Tatsächlich hatte man aber echt dieses Gefühl, dass sie gleich kommen und dass man dabei ist, mittendrin. Zum Konzert an sich ist zu sagen, dass es außer Frage steht, ob diese Band es verdient, weltbekannt zu sein. Sie könnens einfach, dieser Bass, die Gitarre, das Schlagzeug, der Gesang…es stimmt, es passt und es gehört einfach zusammen. Der Gitarrist hat die Haare ab, ich mag sein Aaaaah uuuhhh…diesen hohen Gesang. Zweimal durfte er auch allein beschallen. Optisch auch wirklich toll, viele Lichter, tolle Farben, im Hintergrund und an den Seiten liefen teilweise die Musikvideos ab, teilweise unser Konzert. Schade fand ich, dass die Band, insbesondere Mr. Kiedis, dadurch, dass sie wissen, wie gut sie sind, eine gewisse Arroganz dem Publikum gegenüber ausstrahlen. Mir fehlte kein “Hey, lasst uns alle Freunde sein”, mir fehlte einfach, dass einen die Band einbezieht. Sie stehen da oben, spielen ihre Liste und wir stehen da unten und findens geil, ohne Zweifel. Dennoch ist mein Fazit, dass es eines der großartigsten Konzerte war, die ich bisher miterlebt habe und dass ich wieder hingehen würde. Yeah baby, das rockte.



Na, wie war dein Tag?

25 11 2006

Heute ist wieder so ein Tag…alles im Arsch irgendwie. Schlecht geschlafen, um 3 erst flach in die Schlafphase eingesunken und heute Morgen dann bei grauem Himmel und Regen und purer Ungemütlichkeit ins Auto gesetzt, um zu arbeiten..nachdem man basierend auf nur 4,5 Stunden Schlaf 4 Stunden arbeiten sollte. Das klappte auch ganz gut- nur, dass der Tag dann einfach nichts mehr wurde. Ich konnte gar nicht anders, als zu schlafen. “Spurwechsel” mit Samuel L. Jackson und Ben Affleck geschaut und dabei wie erwartet eingeschlafen. Eigentlich hatte ich mich darauf gefreut, ja wirklich gefreut, was trinken zu gehen in die Klamotte, war zwar etwas neben der Spur, aber das hätte man ja beheben können mit nem Kaffee oder ner Runde duschen. Letztendlich hatte man doch keine Lust mehr, weil man den Tag über unterwegs war, ich musste wem anderes absagen und im nächsten Moment bemerkte ich meine Voreile, schlug vor, man könne mich besuchen. Wurde nichts. Somit rechne ich damit, früh schlafen zu gehen und dann hoffentlich für das Red hot Chili peppers Konzert morgen bereit zu sein, wie noch nie. Andererseits hatte ich Donnerstag Feeetz, vorgezogene Wochenendaktion sozusagen. In Momenten wie diesen kommt mir alles so langweilig vor. Irgendwie denke ich mir, in der Stadt wäre es anders..Frankfurt…ohne mit dem Auto zu fahren ne knifflige Sache, will man z.B. mitten in der Nacht heim und nicht erst um halb6. Oder schon um 1. Außerdem merke ich, wieviel Zeit ich allein in meinem Zimmer verbringe, ich finde das auch ganz und gar nicht schlimm. Heute Abend würde ich gerne meine sieben Sachen nehmen (hups, 7 ist etwas wenig, da hätte ich ja nichtmal alle Schuhe mit) und eine eigene Wohnung beziehen, ich glaube, das Bedürfnis danach war noch nie so groß. Es wäre unbequemer und es wäre teurer…aber es würde keinen größeren Unterschied machen und ich denke, es wäre mehr als gut für mich, mal ins kalte Wasser geworfen zu werden. Bin gespannt, was passiert und wann. Naja, weder morgen, noch übermorgen, noch überübermorgen…Aber morgen…is erstmal Konzert! Und Montag schon wieder arbeiten.



Mein Herz tanzt Pogo

24 11 2006

Monatelang hing eine gelb-grüne Karte an meiner Magnetwand, die mir Zutritt in MIAs Manege gewähren würde. Gestern war es soweit. Im Gegensatz zu Leuten, die eine blau-weiße Selbstausdruck-Karte hatten, hielt ich nebst Mieze V & K eine bunte richtige Karte in Händen, die es sich lohnt, aufzubewahren, entweder im Terminplaner oder an der Wand oder sonstwo. Seit gestern is Weihnachtsmarkt in Darmstadt, also vorher nochmal gestärkt und nach 8 eingetrudelt. Am stärksten aufgefallen sind mir die Menschen mit den pantomimeartig geschminkten Gesichtern, weiß und dann noch Sterne überall. Während dem Konzert dachte ich mir, dass sie sicher in der ersten Reihe stehen, um die Band zu beeindrucken, da ich nicht soweit gucken kann, hab ich keine Ahnung, was aus meiner Vermutung wurde. Auf Wunsch der Band(s) gab´s alle Getränke in Plastikbechern, nicht so stilecht, aber immerhin besser, als wenn´s n Braustüb´l an´Kopp gibt. Inkonsequent dafür, dass es keine Taschenkontrolle gab. Irgendwo Mitte rechts hatten wir uns dann nen Standort gesucht, immerhin standen wir, diese Bodensitzer nerven einfach nur bei sowas, als könne man nichtmal 2 Minuten stehen. Nein, sie sitzen da und man hat Angst, kleine Finger niederzutramplen und gar einen Bruch zu riskieren oder Bier auf haarige Köpfe zu tröpfeln. Außerdem dauernd diese Scheinhoffnung: “Da is ne Lücke” und dann sitzen die nur da…da ich grade bei den negativen Dingen bin: Mir fiel auf, dass ziemlich viele Leute ihre Kameras in Form einer echten Kamera oder in Form des Handys dabeihaben. Andauernd hat man hochgestreckte Arme vor der Nase, Leute, die mehr am fotografieren sind, als mal zu klatschen oder sonstwas…Auftakt war mit der Berliner Band “Mariannenplatz”, an der ich eigentlich nur das Kinn des Gitarristen (ich glaub, das war sein Job) gut fand und den Aufkleber. Anfangs war ich an Tomte erinnert, aber irgendwie war mir das zu schlagerartig in Deutschrockpop verpackt. Angeblich Wolle-like. Weiß ich nicht, aber begeistert war ich weniger, süß, dieser Schweißfleck mitten auf der Brust des Sängers, der mich automatisch an Helge erinnerte…es gibt da so n Helge-Lied: “Ich steh den ganzen Tag am Gartenzaun und wackel lustig mit den Augenbraun…”. Ja, er zuckte ganz schön viel mit den Augen rum. Wesentlicher Teil dann die Band, die Band mit Mieze und den Boys, den Boys. Sehr niedlich in einem rosa Blüschen und Engelsflügeln begann das Spekatkel, auch die Jungs schauten schick zirkusig aus und Mitmachen war eigentlich Pflicht. Hatte beim Ummichherumgucken erst die Vorahnung bei Leuten zu stehen, die sich daran stören, wenn man sich bewegt, aber das war zum Glück nicht so. Immer wieder einer meiner persönlichen Knaller “Hungriges Herz” , war eins der ersten Lieder, während Umziehen und so haben sie auch das wundervolle Instrumentallied gespielt, dabei fiel mir einfach auch wieder auf, wie sehr ich das Schlagzeug mag. Das war gestern mein drittes Mia-Konzert, und die letzten Male dachte ich mir, dass ich einfach mit meinen Freunden dahingehe und dass ich es nicht dauernd gesagt bekommen muss, dass wir alle Freunde sind, alle Konzertbesucher und dass wir uns alle liebhaben müssen etc. Das war gestern anders, reduzierter, es wurde wohl darauf hingewiesen, dass wir als Konzertbesucher doch ne Einheit sind, die die Band beeindruckt mit ihrem Einsatz und die die Band stürmisch umarmt…Muss allerdings sagen, dass ich keinen aggressiven Mitkonzerter gesehen habe, niemand schubst einen genervt zur Seite oder so, alles recht friedlich und keine unangenehmen Freaks. Gen Ende kam Mieze in einem hautengen Akrobatikanzug auf die Bühne und präsentierte ihre unglaublich scheinende Muskelkraft am Trapez, total schön anzusehen, wie man ihr das ansieht, was sie da oben für nen Spaß hat. “Tanz der Moleküle” war live einfach supergut und auf Rufe der Zugabe kam vorher (ich glaube, es war vorher) ein brauner Bär zum Vorschein, der mal locker ein Schlagzeugsolo hinlegte und dann das Keyboard betatzte. Gegen 12 war die Schose zu Ende, glückliche Gesichter, tanzende Herzen und kein Tinnitus.



Supersexy Käsebrot

22 11 2006

Ungefähr so oft, wie ich mich von Musik berieseln lass, ess ich Käsebrot. Yeah, hammergutes Titel-aus-den-Wurstfingern-saugen oder? Irgendwie muss ich ja darauf hinweisen, dass Helge, mein persönlicher Meister der absurden Komödie, eine neue Single raus hat, ganz heißer Shit! Nach Erfolgsschlagern wie Katzeklo und Möhrchenlied also nun Käsebrot. Ich befinde mich in der Woche nach dem wundervollen Wochenende und noch vor den beiden Konzerten dieses Jahr. Schon hinter mir habe ich schließlich eine MTV-Campusinvasion, das gilt es zu toppen. Morgen also Mia, heimisch in der in Darmstadt zentral liegenden Centralstation. Letztes Mal war es schon toll, dieses Mal wird es das ebenso sein. Vom neuen Konzeptalbum “Zirkus” ist mir bislang wissentlich nur “Tanz der Moleküle” bekannt, aber das mag ich sehr gern und hoffe wirklich auf alte Lieder, denn ganz bewusst habe ich mir “Zirkus” nicht zugelegt. Wäre ich nicht im tiefen Wissen, das aus Erfahrung spricht, dass MIA-Konzerte Konzerte mit viel Mühe und Herz sind, wäre mir mulmig dabei, keine neuen Lieder zu kennen, aber ich kann nicht anders, als zu glauben, dass es mir gefällt. Und seit TOMTE weiß ich, dass selbst ruhigere Konzerte, die einen nur innerlich mitreißen und weniger von außen sichtbar, auch was ganz Zauberhaftes sein können. Anders wird das dann am Sonntag sein, da werden Anthony und seine Jungs (The boys the boys, wie Mia sagen würde), besser bekannt als die unnachahmlichen Red hot chili peppers die Frankfurter Festhalle rocken. Bisher habe ich bloß 55 Oironen dafür geblecht auf ein Konto eines mir noch unbekannten jungen Apothekers, ich vertraue der Mieze K, dass er auch wirklich eine Karte davon gekauft hat und keinen neuen Kittel. Um mich einzustimmen, habe ich mich entschieden “Mars” vom RHCP-Album “Stadium arcadium” zu hören, ich mag das Album endlos gern, ich mag die Vielfalt, die so unglaublich gut harmonierenden Instrumente, dieser Bass…ich freu mich auf diesen verrückten Kerl mit dem Skellettanzug. Das Miezenelite-Quartett ist vollständig zu diesem Anlass.

By the way I try to say, I´ll be there…waiting for….



Einmal Hannover und zurück

19 11 2006

So, ich bin wieder da. Wurde in Hannover nicht aufgefressen und alle Gliedmaßen habe ich auch noch. Sehr gutes Herrenhäuser Bierchen hab ich getrunken und auch welches über die Grenze geschleppt. Mit der Deutschen Bahn zu reisen ist wirklich ne schöne Sache. Kurz bevor die Servicefrau mit dem Kaffee an einem vorbeiläuft, noch schnell einen bestellen und dann die schönste Herbstlandschaft bestaunen. Im Ohr mal schnelles mal langsames, Hauptsache recht laut beschallt. Schonmal eine Vorbereitung für den Besuch im Rockhouse. Gut ausgebaute Location und meiner Meinung nach am besten zu beschreiben als Fusion zwischen Batschkapp und Dieburger Biergarten. Phasenweise härtere Mucke und Indie…naja, seltsame Rammsteinsongs, dafür aber auch ein vernünftiger DJ, der auf Billy Talentwünsche eingeht. Insgesamt sehr nett, ziemlich viele extravagante Gestalten, aber auf die kam es ja gar nicht an. Mit dem auf was es ankam, war ich zufrieden. Türsteher auch ein lustiger Mensch, der mir mit den Augen fast in die Nasenlöcher gekrochen war, um mein Alter zu schätzen, Alter. Scheine auszusehen, wie es sich mit 20 gehört, ich kam rein. Leute, die draußen schon fast eingeschlafen sind, allerdings nicht mehr. Hannover selbst ist wirklich nett und hat einige schöne Plätze, zackige Böden und einige Möwen, und Tauben *ruckruck* Ich weiß wirklich zu schätzen, dass die Miezen ihren Beschützerinstikt ausgepackt haben, aber Krallen konnten wirklich drinbleiben ;-)



Edelherb(st)

12 11 2006

Eigentlich hat´s ja schon jeder gemerkt- es ist Herbst. Und seit gestern auch noch 5. Jahreszeit. Für mich gibt´s 4 und sollte es diese am 11.11. beginnende Jahreszeit auch noch geben- für mich gibt es sie nicht. Was es für mich gibt, sind einige Dinge, die ich mit dem jetzigen Herbst in Verbindung bringe. Hier, jetzt und heute sind das einige Gute und einige Schlechte.

Her mit dem Herbst, weil:

* rote Blätter, orangene Blätter, gar keine Blätter mehr

* Schmetterlingskerzen- und Blumenkerzengläser gegen herbstliche Gläser austauschen

* sich auf´s warme Bett freuen, anstatt vor Hitze auf der Bettdecke zu liegen, statt drunter

* Kino und Café Chaos noch häufiger sehen

* den ersten Herbst eine supergute Miezenfreundschaft erleben

* das erste Mal nach der Expo mal wieder nach Hannover fahren

* Konzerte mitnehmen…MIA und RHCP…Waaaahnsinn!

* es wird früher dunkel und dann ist es gemütlicher auf der Arbeit

* mit Würde die neuen Stiefel tragen und hoffen, damit auch schnell laufen zu können

 Nich so gerne mag ich den Herbst, weil:

* morgens ist es im Auto erstmal kalt

* ich vergesse ständig meinen Schirm und es regnet überraschend

* es dauert nicht mehr lange und schon wieder ist Weihnachten

* bald muss ich mich wieder verteidigen, keine Unterhemden tragen zu wollen

* es ist öfter windig und man hat die Haare überall rumfliegen

Nun gut, wahrscheinlich mag ich den Herbst mehr, als dass ich ein Problem mit ihm habe. Wie gut, Hauptsache, ich bleib gesund.



Hau den Lukas

11 11 2006

2 erwachsene Männer. Einer mit freiem Oberkörper, der andere mit schwarzen Klamotten (jawollja, heute is ja auch die 5. Jahreszeit angebrochen, tuftää, ich hab die rote Nase schon auf und du?) und Maske. Innerhalb eines abgesperrten Bereichs schlagen sie sich. Hilfsmittel sind ein schwarzer Klappstuhl, eine Leiter und ein paar morsche Tische. Schlagen, aufeinanderspringen, sich die genannten Gegenstände an den Kopf dotzen…das alles ist Wrestling. Spannend wird es, als der Schiedsrichter mit diabolischem Gesicht und rot-schwarzer Kleidung sein Säckchen auskippt. Inhalt dieses Säckchens sind keine Bonbons oder gar das Preisgeld, sondern silberne blitzende Reißzwecken, die irgendeinen der Personen stechen sollen. Dummerweise wird der unseriöse Schiedsrichter selbst Opfer der Stiche- der Blonde mit dem freien Oberkörper wirft ihn schnurstracks in das Häufchen, das zuvor mit einem Gehstock mit Silberfigurkopf verstrichen wurde…er zittert ziemlich rum, die Nadeln stechen überall am Körper rum. Ziemlich krank finde ich das. Das Publikum sind Jugendliche und sogar sehr junge Jugendliche, Jungs, die mal was anderes machen, als Counterstrike zu spielen oder so. Ausrufe wie “Oh Holy shit” sind berechtigt. Hab das grade fassungslos beim Zappen bei Eurosport gesehen und war etwas ergriffen und frage mich auch, wieviele Schläge man mit dem Stuhl an den Kopf gekriegt haben muss (Wahrscheinlich genügt es, als Säugling mal vom Wickeltisch gefallen zu sein) , dass man so bescheuert ist,  bei so etwas mitzumachen. In irgendeiner seriöseren Reportage habe ich allerdings mal gesehen, dass es Trend in den USA zu sein scheint, dass Jugendliche hobbymäßig wrestlen.

Gestern Abend hab ich mit 2 meiner Miezen auf der Couch, bzw. ich aufm Boden, Couchgeflüster geschaut, alles andere als flüsternd zwischendrin. Besonders gut fanden wir wohl Raphie´s Idee, für den Peter des Kerls ein Hütchen stricken zu wollen. Finde allerdings, dass der Film wirklich eher was für Mädchen ist und was für ruhige Abende so wie gestern. Heute bleib ich zu Hause, dann ist auch mal Zeit, um zu telefonieren. Mit M. hab ich das vorhin schon getan, mit J. tu ich es noch.

 



Darmstadt rockt mich so :-)

10 11 2006

Oh Mann, es ist so ärgerlich…ich laufe durch die Stadt und hab niemanden bei mir. Also das is nicht so schlimm, ich komm schon ganz gut klar, auch mal allein was zu erleben, aber man kann sich nicht mitteilen und dann fallen mir tausend Dinge ein und ich find sie so amüsant und denk mir “Schreibste das in deinen Blog” und dann sitz ich hier und der Kopf ist leer. Naja, leer ist er nicht, ich erzähl mal, was mir so einfällt und was so passiert ist. Während mein familiärer Rest im Zirkus Krone Zwergenponys bestaunt, bin ich in die Stadt gefahren. Ich such ja immer noch Stiefel. Letztes Jahr setzte ich mir in den Kopf, dass Stiefel in Form eines Cowboystiefel gut an mir aussehen könnten, ja geradezu niedlich, weil ich so winzig bin und somit kaum größer als so ein Stiefel. Meine letzten DarmSTADT-Besuche haben mich irgendwie die Kette “Görtz” vergessen lassen, im Luisencenter steuer ich immer nur Hennes und Mauritz an und dann vergess ich alles andere. Dumm von mir, denn da standen sie, die Schuhe, die ich diesen Winter an den Füßen haben werde. Sie machen mich ein bisschen größer, was mir aber egal ist, jegliche Argumente, damit meine Größe etwas zu verändern, haben mich nie dazu getrieben, Absätze zu tragen, Komplexe sind was für Mädchen. Hups, ich bin ja auch eins. Jedenfalls war heute traumhaftes Wetter, ich hatte beim Fahren die Sonnenbrille an und versuchte mein Glück im Alexandraweg oder Hans-Christians-Weg, weiß nicht mehr, irgendwo da an der Mathildenhöhe hab ich geparkt. Ging sogar vorwärts. Ein Rückwärtseinparkverscuh schlug fehl, da suchte ich weiter und gleich paar Meter weiter war ne bessere Lücke. Zack- einmal Parkgebühr gespart und schwer wars auch nicht. Auf dem Rückweg ist mir allerdings aufgefallen, dass Männer unbedingt rückwärts einparken müssen. Echt, diese Lücken waren gar keine Lücken mehr und die fahren doch tatsächlich vor und die weißen Lampen leuchten…fand ich ganz witzig, bin ja ein Gegner von Frauen von der Venus Männer vom Mars, aber welche Frau würde extra rückwärts einparken, wenn es vorwärts geht…Darmstadt ist so schön, alles leuchtet so schön vor dem blauen Himmel und ich finde nicht, dass die Leute komisch sind, heute waren kaum welche komisch. Und sie gucken einen an. Jeder guckt einen an, so jedenfalls mein Gefühl, besonders, wenn man ein Mangoeis in der Hand hält, orange-gelb, Signalfarbe, da ruhen die Blicke auf einem. Bei H&M war ne Tasche um die Hälfte reduziert, die ich mal schön fand und nicht gekauft habe, weil ich 17 Euronen dafür zu viel fand. Heute hab ich sie mitgenommen. Pingelig war der Kabinenbetreuer. Vielleicht war es aber auch nur ein Rettungsversuch an das Mädchen vor mir, sie hatte anscheinend den Vorsatz, diesen Herbst als Vogelscheuche durchzugehen oder als Flohmarkt auf 2 Beinen. Der Kerl meinte, sie habe mehr als 5 Teile und dann würden alle folgenden Anstehenden so lange warten müssen. Also ließ sie einige Stücke an der “Nein, das nehm ich nicht mit”-Stange. Muss sagen, dass ich diese Stangen sehr bequem finde, also ich setz mich da nicht drauf oder so, aber man kann die anprobierten Sachen einfach hinhängen und muss sie nicht zurückhängen. Manchmal weiß man nämlich gar nicht, aus welcher Ecke das jetzt war. Mit mir gabs jedenfalls keine Probleme, die Tasche musste ich nicht anprobieren (Helge Schneider hätte es tun müssen, Damenhandtaschen stülpt man sich schließlich über den Kopf) und das Sweatshirt sah so aus, als würde es passen. Und das tut es. Diese Umkleidekabinen lassen es einem zu, sich auch mal von allen Seiten zu sehen, find ich immer echt toll, zu Hause muss man sich doch voll verrenken, um mal seinen Hintern zu Gesicht zu bekommen. Jetzt wo ich die Stiefel habe, wird Mama wohl aufhören, mir andauernd ihre aufzuschwätzen, die ihr nicht mehr passen. Und ich war auch echt erstaunt, wie schön die Stiefel über meine Waden gehen, meistens hat man damit Probleme und ich hab schon geschaut, ÜBER der Hose siehts auch echt nett aus. Hab auch Schuhe gesehen, in denen ich mir einbildete, einen bestimmten Gesichtsausdruck mancher Frauen gesehen zu haben. Und richtig gut, das Zentralbad, das wohl echt toll war, weil man vom Becken direkt in die Kabine konnte und die Sachen auch dadrin ließ, weil man während seines ganzen Besuchs diese eine Kabine belegte, wird jetzt zum Jugendstilbad. Dieser Jugendstil zieht sich durch Darmstadt ja wie ein roter Faden, ich versteh nichts davon, aber ich mag viele Gebäude, auch, wenn viele sagen, Darmstadt wäre eigentlich hässlich. Nun gut, einige Euro leichter bin ich also wieder zu Hause angekommen und morgen früh darf ich nochmal 4 Stunden arbeiten.

Wer vorhat, demnächst mal wieder im Kino den Hintern gewärmt zu bekommen (obwohl es ab einer gewissen Zeit immer kühl wird), sollte erwägen, Jürgen Vogel an der Seite von Daniel Brühl in “Ein Freund von mir” zu sehen. Ganz ganz toll und schön und außergewöhnlich, schnittige Autos, auf die man neidisch werden könnte, silberne, nein antrazithe, ach, graue Porsches.

You can´t always get what you want singen die Stones grade im Hintergrund…gut, das im Bewusstsein zu haben, besser, wenn es irgendwie doch geht ;-)



weltspartag

5 11 2006

internet is günstiger als live vor Ort kaufen? Hab ich gemerkt. Das Ergebnis dieses Trugschlusses: 13,49 war der saubillige Markt günstiger als ein Internet-CD-Anbieter.