RHCP @ FFM
27 11 2006Es leben die Abkürzungen…fanden die Fanta 4 auch mal und ihr erinnert euch an MFG, ich mochte es, jawollja. Doch über diese Band solls ja gar nicht gehn, sondern um die einzigartigen sagenhaften unglaublich talentierten RED HOT CHILI PEPPERS! Red und hot war auch so ein Körper, vermute ich. In wenigen Minuten hat einem der eigene Körper weis gemacht, dass er ganz schön schwitzen kann, wenn es heiß ist. Und dass sich Luftfeuchtigkeit in Form von Schweiß an der Decke sammelt und dann runtertropft. Aber mal schön der Reihe nach…gegen 5 sammelte sich die Miezenelite in der S3 im allerersten Waggon, yeah, das Hüftgold ist noch so schmal, dass wir zu dritt auf die Bahnbank passen. Eine saß allein, das machte aber nix, denn bald ging ihr das Herz auf…sollte es doch pinke Sachen regnen. Weihnachten ist nicht mehr weit, das merkt man daran, dass Geschenke gemacht werden mit einem “Falls wir uns bis zum 24. nicht mehr sehn, gell”. Hauptbahnhof, dort schonmal ziemlich vielen Leuten an der Nasenspitze anzusehen, wohin sie gehen. Leichtsinn ist…wenn man seine 55 Oironen-Konzertkarte locker lässig in der Hand hält, damit herumwedelt. Ich denke mir: Ein geschickter Sprung, ein Griff und hepp is die Karte wech und jemand anderes auf dem Konzert als du, der die Karte erstanden hat, emsig dafür gespart, auf die neuen Schuhe verzichtet. Ja, gut, die Phantasie geht mit mir durch oder ich mit ihr, I don´t know. Ab in die U-Bahn zum Messegelände, Festhalle. Dort in die Menschentraube…ja, Traube wäre schön, das war ein überlebensgroßer Kürbis. Lustige Leute um uns herum…Egon, Peter, Horst-Detlev…alle waren sie dabei. Auch die Mamas mit Käsebrot und Cola aus Plastikäppler-Bechern. Der erste Schub…von weitem schonmal klargemacht, was nicht mitdarf…puh, zum Glück hab ich den Revolver und die Dynamitstange unterwegs verloren, sonst könnt ich ja womöglich nicht zum Konzert. Wie es wohl sein würde, die ersten zu sein und einfach reinstürmen zu können, wohin man auch will…ja, was für ein Gefühl. Wir waren nicht die ersten…aber mit bei den nächsten nach den ersten. Und somit bereit, wirklich gute Plätze einzunehmen, direkt an der zweiten Absperrung bei den lustigen Securitys…blaues Poloshirt mit neongelber Schrift “Safe Security”, rosa Handtuch um den Hals und lauter Blödeleien…ja, sie hatten einiges zu tun. Vorband überzeugte nicht so recht, mir tut es immer um die Bands leid, die ausgebuht werden, obwohl sie für wirklich gute Bands spielen dürfen, aber hier…es erinnerte an eine Jazz-Session, totaler Freestyle, Gesang like Bodyrockers, aber trotzdem nicht so gelungen, Schlagzeug like Phoenix und dann alles wirr durcheinander, selbst wenn es einem gefallen hätte, man hätte keinen Takt halten können. Jedes Lied, das zum Aufwärmen aus den Boxen lief (naja, war vielleicht yellow very unhot) wurde am Schluss beklatscht, aber die Red hot chili peppers brauchen nicht warten, bis das Lied zu Ende ist, nein plötzlich geht die Mucke aus und sie erscheinen. Ich mag Stadium arcadium sehr gern, hatte mir erhofft, dass sie hauptsächlich daraus vorsingen. Die ausgekoppelten Singles liefen, der Rest waren eher die Hits vergangener Jahre. Viel vom Album “By the way” wie gleichnamiges Lied, Throw away your Television (yeeeehaaaa), dann “Californication” und “Under the bridge”. “Give it away” ging ab wie die Luzie höchstpersönlichst. Ja, es war schon ein Fest. Und dieser Moment, du weißt, es geht gleich los, du stehst im selben Raum, wie eine Band, die man auf der ganzen Welt kennt und du wirst einen deiner nächsten Atmezüge machen und von ihnen ausgestoßene Luft einatmen. Hehe, nein, ganz so schlimm war es nicht. Tatsächlich hatte man aber echt dieses Gefühl, dass sie gleich kommen und dass man dabei ist, mittendrin. Zum Konzert an sich ist zu sagen, dass es außer Frage steht, ob diese Band es verdient, weltbekannt zu sein. Sie könnens einfach, dieser Bass, die Gitarre, das Schlagzeug, der Gesang…es stimmt, es passt und es gehört einfach zusammen. Der Gitarrist hat die Haare ab, ich mag sein Aaaaah uuuhhh…diesen hohen Gesang. Zweimal durfte er auch allein beschallen. Optisch auch wirklich toll, viele Lichter, tolle Farben, im Hintergrund und an den Seiten liefen teilweise die Musikvideos ab, teilweise unser Konzert. Schade fand ich, dass die Band, insbesondere Mr. Kiedis, dadurch, dass sie wissen, wie gut sie sind, eine gewisse Arroganz dem Publikum gegenüber ausstrahlen. Mir fehlte kein “Hey, lasst uns alle Freunde sein”, mir fehlte einfach, dass einen die Band einbezieht. Sie stehen da oben, spielen ihre Liste und wir stehen da unten und findens geil, ohne Zweifel. Dennoch ist mein Fazit, dass es eines der großartigsten Konzerte war, die ich bisher miterlebt habe und dass ich wieder hingehen würde. Yeah baby, das rockte.




wurde “can’t stop” etwa nicht gespielt oder haste nur vergessen, es zu erwähnen? das ist mein lieblingslied der peppers, um peinlich abzugehen!!
damit begann der Wahnsinn!