N vieles bisschen schöner Abend
21 12 2006So klar wie gestern Abend hab ich schon lange nicht mehr gesehen. Und das ist gut für mich. Mir wird des öfteren in meinem jungen Leben bestätigt, dass ich kein Typ bin, der etwas ohne Grund tut oder dafür ist, Dinge halbherzig zu tun. Ich bin überzeugt davon, dass es richtig so ist. Würde ich das tun, wäre ich jemand, der in der Luft rumhängt, dafür bin ich zu bodenständig. Schwierig wird es dann, wenn man es nicht in der Hand hat und andere Menschen bestimmen können, wo man ist. Ob man auf dem Boden der Tatsachen steht oder herumschwebt, ohne zu wissen, ob der Höhenflug folgt oder der grobe Aufprall. Idealfall ist, wenn man sich bewusst dessen ist, dass beide Optionen annehmbar sind. Natürlich neigt man dazu, die eine der anderen Möglichkeit vorziehen zu wollen. Fazit ist, dass meine Variante nicht die ist, die zustande kommen würde und dass ich gut darin bin, mich davon nicht runterziehen zu lassen. Andere Miezen müssen das auch noch checken und sie werden. Ich werde reden, so gut ich kann, weil ich weiß, dass es richtig ist, ein Denken zu entwickeln, das es einem ermöglicht, einfach loszulassen, zu akzeptieren, dass es eben nicht immer so geht, wie man selbst gern würde. Das klingt alles furchtbar sachlich, aber ist mein voller Ernst. Ein Herz hab ich übrigens auch, so ist es ja nicht und du, der mich kennt, weiß das.
Nachdem ich über eine Stunde länger geblieben bin zum Arbeiten, weil eine Panne nach der anderen folgte (ich bin immer noch der Meinung, dass der Wurm, wenn er einmal drinist, so richtig Schaden anrichtet), erblickte mich ein Zettel an meinem Autogriff- meine Ma hatte mir was Wichtiges mitzuteilen. Einen Moment in die Kiste gelegt, gegen 8 wieder aufgestanden und losgedüst mit “Virginia Jetzt!”, die ich in jüngster Zeit aufgrund ihres neuen Liedes als Schlager abgestempelt habe, aber sie sind schon cool, die Berliner Jungs. Geparkt gegenüber der “green garage” und hinter zum letzten Reihenhaus zur blauen Tür. Dort von einer weißen Mieze K. empfangen, herzlichst und gedrücktenst und dann das Vorhaben, in der Klamotte was trinken zu gehen, dort jedoch nur Reservierungen, das Mädchen mit der Zahnspange verwies uns auf den Barhockertisch, total ungemütlich, was uns dazu veranlasste, einigermaßen unhöflich die Location zu wechseln. Die “Brasserie” ist zwar leicht schniek, aber wer sagt denn, dass wir keinen Stil haben? Haben wir. Zwar kein Lacoste-Kroko auf der Brust des beigen Pulli wie der Mann schräg neben uns…dafür sparen wir nochn bisschen. 2 Latte Vanille bzw. Karamell und einen Virgin Strawberry und ne heiße Schoko mit Sahne (wenn schon denn schon) hatten wir uns ausgeplaudert und diese Gesten…wenn einem jemand seinen Keks auf die Sahnehaube legt und man ihn vorm Ertrinken rettet…nett. Einfach nett und man fühlt sich wohl. Und ich glaube, im kommenden Jahr wird es entweder Paris oder Straßburg oder beides sein, das ich zu Gesicht bekomme. Ich leb total gern. Stolperstein hin oder her, es geht irgendwie immer weiter und noch ist es spannend. Wenn ich nur die Miezen nicht hätte…




enter text? test, sorry
dfdf767df