Die Überschrift des Blogeintrags trägt den Titel des ersten Videoclips, den ich heute gesehn hab- Red hot chili peppers. Ja, passt irgendwie, ne?
Ich hab Wochenende. Freien Samstag, wie schön. Bald wird es so sein, dass mein Wochenende, wenn der Samstag frei ist, bereits um halb1 freitags startet. Ein Luxus, den ich zu schätzen weiß und hoffentlich lange beibehalten kann. Meine Arbeitszeiten sind neu, also wer da bei mir jetzt durchgestiegen ist bisher, kann das einfach wieder ganz schnell vergessen, ab jetzt bin ich Mo., Mi. und Do. erst ab 18:30 verfügbar, hab allerdings Mittwoch Abend auch mal Zeit, noch was zu machen, weil ich Do. erst um halb11 anfange. Di. ist um halb5 Schluss und eben Freitag um halb1. Bis auf einmal im Monat, wenn ich dann nämlich Samstag von 8 bis 14:00 arbeiten muss, bin ich also durchaus in der Lage, den Freitag auszureizen. Den anderen Samstag verbringe ich dann von 15:00 bis 20:00 im Kaufland Weiterstadt und nicht mehr in Erzhausen. Das gilt aber nur für den Samstag. Mir gefällt die Veränderung recht gut, soweit ich das jetzt einschätzen kann. Da der Plan ab Montag gilt und ich ein Glückspilz bin, komm ich so in den Rhythmus, das auch der nächste Samstag für mich frei ist. Optimal, um gebührend mit der pinken Mieze ihre bestandene Prüfung zu feiern. Freitag UND Samstag. Yeah. Gestern ging das Eigentlich-gar-nichts-Feiern aufgrund des doch noch auftauchenden Schneeniederfalls in die Hose. Da ich bereits auf dem Weg zum Bahnhof war mit dem Auto und es sich dann doch spontan noch anders ergeben hat, habe ich immerhin ein bisschen Fahrerfahrung gemacht. Es ist eigentlich nicht ganz so schlimm, man muss eben sanfter bremsen und das auch früher tun als sonst, mehr Abstand halten, ab und an etwas gegenlenken, nicht so schnell fahren und ein Gefühl dafür haben, wo denn jetzt unter dem Schnee die Linksabbiegerspur versteckt ist. Grundsätzlich mag ich Schnee, es sieht nett aus, es knistert schön beim Laufen und schafft irgendwie Gemütlichkeit. Wenn ich allerdings höre, was alles passiert ist, etliche Unfälle, Chaos, Züge, die zu spät kommen oder ausfallen (ich kenn diesen S-Bahndreck noch allzu gut, die panischen Blicke auf die Uhr und das innere Abschätzen, wie lange es denn noch dauern würde bzw. die S-Bahn-Fatamorgana…), hab ich keine Lust auf dieses Wetter. Es is leider gefährlicher als schön. Ich bin ja so unromantisch, denke eher mit dem Kopf als mit dem Herzen. Aber letzteres hab ich natürlich auch.
Heute Morgen hab ich n bisschen MTV geschaut und dann rumgeschaltet vorm Aufstehen und da dann die Wiederholung der NDR-Talkrunde gesehen, da sind immer Schauspieler und andere Künstler eingeladen. Heute der Überkünstler überhaupt, Helge Schneider. Er berichtete nochmal von seinem Film. Dass die Interviewleute immer die gleiche Frage stellen “Darf man über Hitler lachen?”. Kann mir vorstellen, wie das nervt. Wenn man jedoch oft genug geantwortet hat, wird es einem leicht von der Hand gehn. Einer wie Helge könnte sich sogar erlauben, jedes Mal ne komplett andere Antwort zu geben oder einfach nur zu sagen: “Käsebrot ist gut, ja”. Ich empfand ihn in dieser Runde als wirklich sympathisch, die gesunde Mischung aus Ernst und Flachs. Wenn die Moderatorin fragt, was seine Lieder mit einem machen sollen, sagt er nur “Ja, meine Lieder sind zum Nachdenken” und dann sieht man, wie er kurz lacht, ja, eher kichert. Man weiß dann nicht, wie ernst er es meint. Zu seinem Film war er aber sehr ernst. Til Schweiger, der auch eingeladen war, äußerte sich, dass es der Alptraum eines Produzenten ist, wenn der Huaptdarsteller sich vom eigenen Film distanziert. Helge hatte das aber bereits vorher versucht. Dass er jetzt so breit sagen muss “Mein eigener Film ist Mist”, ist sowas wie eine Notlösung. Sein Publikum kenne ihn als Spaßvogel und der Film ist nicht ultraspaßig, keine Komödie in dem Sinn. Er hatte sich das auch anders vorgestellt. Der Film sei zudem zu schnell geschnitten. Naja, das ist eben bei seinen Filmen anders. Da gibt es nach dem Kerndialog zwischen ihm als Dr. Hasenbein und dem Zeitungsmann noch ein ewiges “Hmm, jaja, so ist das, mmmmh, jaja, geht geht”. Helge hatte nicht im Sinn, dass da sein Gesicht abgebildet wird neben “Mein Führer” und alles erwartet, das gibt dann nasse Hosen im Kino. Da man darauf nicht eingegangen ist “Is schon gedruckt”, musste er eben diesen Weg wählen, offen zu sagen, dass ihm sein eigener Film nicht passt. Tja, sowas braucht Deutschland.