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Was bring ich auch für schlechtes Wetter mit…

8 02 2007

Den größten Spaß hatte ich heute zum einen wegen der Top-Arbeitsbesetzung und zum anderen mit den Menschen, die echt kein anderes Thema als dieses Wetter hatten. Besonders nett die Frage, ob ich das Wetter bestellt hätte. Na klar, wer sonst? Nee nee, hätte ICH das bestellt, dann hätten wir angenehme 25 Grad und strahlenden Sonnenschein (obwohl, brauch ich ja nicht, Herr G. ist ja der Meinung, ich sei die Sonne höchstpersönlich. Nachdem er allerdings auch meine wesentlich ältere Kollegin “liebes Mädchen” nennt, bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich die Einzige bin, die er so betitelt). Wundervoll, diese Geschichten dazu, einer kommt völlig durchnässt und triefend und tropfend (bitte nicht schütteln, ja?) an und hinterlässt mehrere mehr oder weniger große Pfützen aufm Handverkaufstisch (zu Deutsch “Theke”), der Nächste, der dort bedient wird, entschuldigt sich, das nicht gewesen zu sein, ganz im Gegensatz zu dem, der es war und eigentlich wäre ich dran gewesen mit entschuldigen (Ey sorrrriiie), schließlich hätte ich ja mal drüberwischen können. Ansonsten..wirklich nett anzuschaun war er, dieser kreative Mix aus Sonne, Weltuntergangsgrau, Prasselregen…und man bekommt erzählt vom Schnee im Taunus. Nebenbei war ich komplett müde, da half auch das pinke Traubenzucker nix mehr. Übrigens ganz wichtig, Mädchen nur Traubenzucker in Mädchenfarben zu geben und Jungs…bloß nicht pink, lila ist ja noch zu vertreten. Besser eignet sich da eh der Fruchtmix mit neutralen Farben, im Gegensatz zum Tropicmix mit eben diesen pinken und lila-nen Traubenzucker. Ohnehin eine große Oberflächlichkeit der Kinder, schließlich verbirgt sich unter der Hülle ein unspektakuläres weißes rundes Ding. Ja, und morgen kommen sie, die Kinder. Alle. Naja, 24 zumindest.  Ich als Laborheldin darf den Kindergartenkindern erklären, dass auch Tabletten aussehn können wie Smarties und dass man erst die Mama fragen muss, wenn man vorhat, das Pulver mit dem schwarz auf orange abgebildeten Totenkopf Ahoi-Brause-like zu schlecken. Außerdem zaubern wir mit Natriumbicarbonat und Phenolphtalein pinke Flüssigkeiten und wiegen Hände. Außerdem lösen wir Pulver in Wasser, die es dann warm oder kalt werden lassen. Fies von mir, sie dann an Baldrianwurzel riechen zu lassen. Ja, bin wirklich sehr gespannt, das erste Mal meine Aufgabe. Muss sagen, anstatt 2 Jahre Chemie gemacht zu haben, hätte man uns ruhig mal n bisschen Pädagogik näherbringen müssen.  

Heute hat man mir gesagt, dass ich kommenden Samstag bis 3 statt 2 arbeiten muss. Wäre mir wohl sehr egal, müsste ich doch nur nicht so früh  aufstehn. Andererseits hab ich auch schon mit 3 Stunden Schlaf morgens wieder in der Apotheke gestanden..hmmmm…Freitag Batschkapp wär schon mögig. Samstag kann ich ja dann schlafen bis zum Umfallen und bin Sonntag vollkommen bereit, dem Mädchen mit den Physikformeln im Kopf wie gebeten Ablenkung zu beschern bei meiner Standard-Café-Chaos-Bestellung. Ganz im Sinne unserer Abnehm-Aktion “Leichter leben in Deutschland” n schönes Tiramisustückchen, pack ich eh nur 3 Viertel =)

 



Fertig los, ab in die Kapp und zu den Rifles

7 02 2007

Das erste Konzert diesen Jahres, das ich mit eigenen Augen live sehen und hören durfte, waren gestern The Rifles. Die erste Konzertkarte, die also Platz in Mieze K´s roter Weihnachtsbandbandbandmusikmusikmusik-Box landet, ist eine orange farbene Konzertkarte, die Eintritt gewährte in eine sehr volle Batschkapp, in der es ausnahmesweise mal Äppler im Plastikbecher gab. Den hab ich auch gebraucht. So wenig Lust auf ein Konzert, wie gestern, hatte ich noch nie. Kurz hatte ich sogar überlegt, es bleiben zu lassen, aber 15 Euronen für die Katz ist nicht grade die feine Miezenart. Und letztendlich hätte ich es bereut, hätte ich hinterher die Möglichkeit gehabt, mir anzuschaun, wie es geworden wäre. Ja, dann wäre mein Adrenalinspiegel nicht angestiegen, als ich mir einen Standort suchte, um die bayrische Vorband “Fertig,Los” zu sehn. Und ich hätte auch nicht andauernd die straßenköterblonden Haare des Mädchens vor mir im Gesicht gehabt, mannometer, warum hat man ausgerechnet dann die Gartenschere nicht dabei, wenn man sie mal bräuchte? The Rifles waren jedenfalls hervorragend, sehr sauber alles, scheinen Spaß an der Sache zu haben und lieferten n schönes Konzert, das ich mir jederzeit wieder anschaun würde. Wenn ich jetzt damit ankomme, das mit den Peppers zu vergleichen, wird man mir womöglich in den Nacken springen wollen, wie man denn so ne Superband und ne Britpopnewcomermusikmachgruppe miteinander vergleichen kann. Kann man. Nicht qualitativ womöglich, aber darin, wie die Connection zum Publikum ist. Und gestern war´s schön. Einfach ganz natürlich. Und die Band schien auch zufrieden zu sein, ich erinner mich an den Moment, in dem n Kerl zum x-ten Mal den Sprung zum Stagediven ansetzte und sich tragen ließ, mit den Füßen zur Band und er irgendwie winkte und der Bassist (??) ihn einfach anlächelte, anlachte. Ich mag sowas.

Nicht so sehr mag ich, wenn ich nicht schlafen kann und ohnehin nur wenige Stunden zusammenbekommen hätte. Zum Glück hatte ich meine Mittagspause heute, da konnte ich zwischendurch wenigstens mal nen Moment im Bett rumliegen, geschlafen hab ich dann auch nicht. Morgen geht´s zum Glück erst um halb11 los, da ist ja wohl mal mindestens bis 9 schlafen drin.

Nun gut. Hatte ich bereits erwähnt, dass ich das Neue von den Fantastischen 4 total gern hör? Ja, deutscher guter Hiphop, kein ausgefranstes Müllgebabbel, das im Text nur davon handelt, wie man Frauen zu behandeln hat, wozu sie dasind und wie man generell Genitalien bespitznamen kann. Ach ja, die Sache mit den Fuffies und Hunnies hatte ich ganz vergessen, was gibt´s auch sonst im Club? Und Robbie Williams enttäuscht mehr denn je. Gut, dass meine Enttäuschung nicht so groß ist, der Fall ist nicht sehr tief, weil ich nie viel von ihm hielt. “Let me entertain you”, jawohl, das mag ich wirklich.

Tja, jetzt fieber ich wohl mal hin auf Billy Talent und das nächste Britpop strikes again.



So soll es sein!

4 02 2007

Nachdem die Batschkapp Freitag so überschaubar war, was eben den Vorteil hatte, dass man ordentlich tanzen konnte, wie man wollte, hat uns das Nachtleben gestern begeistert. Gescheite Leute, die sicher Ü16 waren (in der Kapp weiß man das ja nie so genau) und besonders solche, die blaugestreifte Oberteile tragen und irgendwie immer n Bierchen in der Hand halten und so nett aussehn, dass einem gar nix anderes übrigbleibt, als zu grinsen. Britpop strikes again ist bis jetzt die beste Veranstaltung, die ich im Nachtleben kennengelernt habe, ordentliche Musik, fast nur Gutes. Mit Mieze K und J hatte ich enormen Spaß an der Sache auch, wenn ich nur Cola trinken durfte (von wegen Null Promille für Fahranfänger). Eine neue hervorragende Idee der Stadt Frankfurt am Main ist, dass es nun Nachtbusse gibt, die uns auch noch mitten in der Nacht, also zwischen letzter Bahn (1:20) und erster Bahn (5:22) nach Hause bringen. Es ist wirklich eine Zumutung gewesen, bis zum Schluss durchhalten zu müssen, um dann nur noch eine Viertelstunde am Bahnhof zu stehen und auf die S-Bahn zu warten. Wo einem dann auch noch völlig Zugedröhnte einen Platz vor ihnen anbieten, auf dass sie einem in den Nacken brechen. Brav machten wir uns gestern also um Viertel nach 3 brav auf den Weg zur Garderobe und marschierten gen Haltestelle, die direkt vor der Haustür ist. Zack, 3 Busse hintereinander, auf der anderen Seite auch. Kein Hinweis, dass es auf der ganz anderen Seite unscheinbar fast im fließenden Verkehr auch noch eine Haltestelle gibt. Nun hatten wir also unseren n71 verpasst. Verärgert über die unzureichende Deklaration dessen an den Normalhaltestellen liefen wir grade wieder zurück und setzten uns ins Nachtlebencafé. Vorher vorbeigelaufen an rausgebrochener roter Grütze oder Leber, man weiß es nicht genau. Und an dem Mann, der den kompletten Ausraster bekam und gegen die Schutzscheibe rummste aus Wut. Naja, immerhin hat er seiner Schnitte keine gegens Schienbein gegeben. Zum Glück fährt unser Bus nochmal um 4:30, nicht mehr ganz nach Darmstadt rein, aber dahin, wo wir wollten. Prima also und dann noch mit Blackmail durch die schwarze Nacht, bzw. den Morgen, die Vögel stimmten ja schon ihre Evergreens an. Nun gut, nach halb6 ins Bett gefallen und um 14:00 aufgestanden. Sonntag wird vergammelt, wie wundervoll. Jetzt sind die Tanks erstmal wieder voll und ich kann verschmerzen, dass ich nächsten Freitag Abend ganz zu Hause bleiben muss, weil ich Samstag bereits um 8 auf der Matte stehen soll.

Ach ja, Auszüge aus dem Gespräch unserer halbknüller Mitbusfahrer: Ey, isch mag die voll, die Jessy is voll die Süße, isch kann net ohne der, aber irgendwie auch net mit der. Bei dir is schon soviel vorgefallen, du hast Hausverbot in Living und bei mir ist noch net vorgefallen (danach fiel das Wort vorgefallen etwa 28387 Mal). Isch hab keine Angst vor der, die is fett und hässlisch, da komm isch mal mit meine Leute. Ey, wo wartn ihr feiern? Nachtleben? Soll net so gut sein. Geht ma in xy, da is geil. Ey, Nachtleben is doch an der Konsti oda? Was läuftn da? Hiphop? Ach Britpop! Kenn isch net. Hört ma Hiphop. Nee, Sido is deutscha Hiphoprap, des is voll scheise.



Stöckchen

3 02 2007

Ha, so was lieb ich ja, die so genannten Stöckchen =)

1.) Greife das Buch,welches Dir am nächsten ist,schlage Seite 18 auf und zitiere Zeile 4.

„eine lange Schlange Menschen, hier bei „Würstchen Heinz“

(ja, Volltreffer! Bei Russendisko wars wirklich doof, ich hab geschummelt)

2.)Strecke Deinen linken Arm so weit wie möglich aus. Was hältst du in der Hand?

Den Laptopdeckel, die Schreibtischlampe, Californication-CD und die grüne Stuhllehne

3.)Was hast Du als letztes im Fernsehen gesehen?

Lindenstraße Wiederholung letzten Sonntag. Iffi und Momo…das wird wohl wieder was

4.)Mit Ausnahme des Computers: Was kannst Du gerade hören?

Moment, Lied is grade vorbei…Die letzten Gitarrenklänge von „Slow Cheetah“ und wie immer n Flugzeug. Ah, jetzt gehen die Beatles los, uhuuu.

5.)Wann hast Du den letzten Schritt nach draußen getan?

Gestern Nacht um 4

6.)Was hast Du gerade getan , bevor Du diesen Fragebogen begonnen hast?

Die PTA-Heute gelesen.

7.)Was hast Du gerade an?

Schwarzes Kapuzensweatshirt, die Jeans ohne Hosentaschen, baby.

8.)Hast Du letzte Nacht geträumt?

Na klar! Aber was…die crazy Familie war gar kein Traum.

9.)Wann hast Du zum letzten mal gelacht?

So richtig mit immer wieder anfangen gestern Abend, als ich Gürtel statt Schal gesagt hab. Insidaaaaaa.

10.)Was befindet sich an den Wänden des Raumes ,in dem Du
dich gerade befindest?

So viel! Grundsätzlich ma hellblaue Rauhfasertapete, ein Kalender mit alten Reisewerbungbildern, ein Photokalender meiner Miezenbande, die interessante Magnetwand, eine Collage aus dem Cafés in Frankreich-Kalender von 2006, eine Musikcollage, das Bücherregal, die Glasschiene mit Postkarten in S/W, ein Spiegel, nur noch 1 Café Chaosbild und das mit dem halben Bein.

11.)Hast Du kürzlich etwas Sonderbares gesehen?

Einen crazy Typen, der einfach seinen Äppler auf dem Boden ausgekippt hat, damit er auf die Tanzfläche kann.

(12.)Was hältst Du von diesen Quiz?

Ich mag so was schon ganz gern.

13.)Was war der letzte Film den Du gesehen hast?

„Die Insel„ , siehe Film“Kritik“ hier im Blog.

14.)Was würdest Du kaufen ,wenn Du plötzlich Multimillionär wärst?

Nen schwarzen 1-er BMW, Konzertkarten ohne Ende, Cds ohne Ende, große Boxen, ne Altbauwohnung mit hohen Decken und Stuck und Parkett, Klamotten, Reisen durch Europa, Amerika und Australien.

15.)Sag mir etwas über Dich , was ich noch nicht wußte.

Mir fällt echt nix ein..ich bin einfach n offenes Buch. Lies mich!

16.)Wenn Du eine Sache auf der Welt ändern könntest, was wäre das?

Habe keine großen revolutionären Gedanken…naja, es sollte vielleicht einfach keiner mehr hungern müssen, eigentlich ein Armutszeugnis, dass wir nicht wissen, was wir essen sollen von dem Allerlei und andere nichtmal wissen, wie ne Paprika aussieht.

17.)Tanzt Du gerne?

Liebend gern und so lange, wie ich körperlich fähig bin dazu. Und nur wie ich mag, ohne 2 vor, 3 zur Seite oder so.

18.)George Bush!

Hach ja..was ne Frage. Blöder Typ, f*** Bush und so. Das will doch jeder hören, was ein Hype.

19.)Stell Dir vor, Dein erstes Kind wäre ein Mädchen. Wie würdest Du es nennen?

Sophie mit Ph.

20.)Und einen Jungen?

Lukas

21.)Würdest Du es in Erwägung ziehen ,auszuwandern?

Würde mir schwer fallen, aber ist nicht völlig abwegig, allein würd ichs allerdings nicht tun. Ne andere Stadt innerhalb Deutschlands ist aber absolut denkbar.

22.)Was würdest Du Gott sagen ,wenn Du das Himmelstor erreichst?

Dass seine Truppe genauso oberflächlich ist wie jeder andere auch und dass es mir ohne ihn genauso gut geht, wie mit ihm. Also besser frei wie jetzt. Und ab in die Hölle.

23.)Drei Leute ,die das hier auch beantworten sollen.

Rolf Zukowski, Helge Schneider und du.



U2 rockt enorm

3 02 2007

Und weil das so ist, gibt´s nen extra Blogeintrag. Gerade hör ich das Album “How to dismantle an atomic bomb” und es überzeugt mich bereits jetzt, obgleich ich erst bei Track 7 angekommen bin “A man and a woman”. U2 mag ich unbewusst wohl schon ganz lange, sowas wie “Vertigo” oder “Bloody sunday” kennt man ja ausm Radio oder so, nur bin ich nie auf die Idee gekommen, mir deshalb ne CD zu besorgen. Als ich vor n paar Wochen dann, wie schon berichtet, die DVD einer Konzertaufnahme der Vertigotour in Chicago dahatte, war ich begeistert, mitgerissen. Ohnehin finde ich bewundernswert, wie Bands wie U2 oder die Red hot chili peppers es immer wieder schaffen, Hits rauszuhaun, sich immer wieder ins Studio begeben, um was Neues zu produziern, das dann auch so gut wird, dass man damit auf Tour gehen kann und Menschenmassen mitreißt. Der Gedanke kommt mir auch immer wieder, wenn ich belächelnd DSDS schaue, die ersten Castings sind ja wirklich mal amüsant: Da werden Menschen gesucht, die perfekt sein sollen, super aussehen, sich bewegen, massentauglich, darauf geschult, everybodys Darling zu sein. Singen sollte auch drin sein. Und dann wird da was aufgebaut, das eine Basis hat, die auf Erfolg pocht und dann haben wir das “Einmal Star und zurück”-Prinzip. Sieht ein Bono etwa so blendend aus, wie ein Alexander Klaws? Und dennoch hält er sich mit seiner Band, weil die Musik, wenn sie gut ist, irgendwann von den Personen ablenkt, die sie machen. Ausgenommen davon solche Phänomene wie ein Herr Küblböck, der nur ankommt, weil man plötzlich auf Anders-Sein abgeht und ausgenommen davon eine Kelly Clarkson, die tatsächlich Talent hat und trotz der Sprungschanze “Casting” Qualität mitbringt und beständig ist. Ob sie mal ner Cher das Wasser reichen kann, weiß ich nicht, aber das, was seit den paar Jahren jetzt läuft, bringt´s. Jedenfalls bin ich gerade dabei, mich mit U2 auseinanderzusetzen, somit hab ich mir von nem Kollegen die Alben “The Joshua Tree” von ´87 ausgeliehen, wobei ich bei “With or without you” echt heulen könnte, sehr bewegendes Lied, eine Kraft in der Stimme, dass es einem alle Emotionen rauskitzelt. Ähm, ja, die Alben…das zweite Album also “Rattle and hum“, nur kurz reingehört, scheint live zu sein. Gestern eben das Atomic Bomb-Album, das ich gerade durchhör. Kann nur empfehlen, sich mit der Band auseinanderzusetzen, meiner Meinung nach lohnt es sich.



Nachts um 4.

3 02 2007

Nach 4-stündigem mehr und weniger bewegungsreichen Abend in der Batschkapp höre ich nichts. Außer dem ganz leisen Surren des Laptops und den Kaugeräuschen, die von einem supersexy Vollkornkäsebrot produziert werden. Ja, mein Magen hat in diesen 4 Stunden auch nur Bier und Cola gesehn, wenig von beidem auch noch. Und Tanzen geht auf die Knochen, da kommt mir das Calcium ausm Käse grade recht. Ich lieg hier also in grüner Bettwäsche, die einen Style hat, dass man sich regelrecht freut, in ihr einschlafen zu dürfen. Es war ein schöner Abend, auch, wenn die Batschkapp heute nicht sehr voll war. Irgendwie überkommt mich dann bei sowas das Gefühl, Verantwortung dafür  übernehmen zu müssen, dass es dann so ist, wider Erwarten derer, die ausnahmsweise mal mitgekommen sind. Mir persönlich passte es ganz gut, man hatte massig Platz auf der Tanzfläche und die Horde 16-Jähriger Heranwachsender war heute irgendwo anders. Den Platz auf der Tanzfläche nutzten leider auch die beiden Vans-Trägerinnen mit ihren Strumpfhosen, um durch die Gegend zu wirbeln und ständig an einen dranzustoßen. Beim 3. Mal an mich dozen und sich nicht entschuldigen, bau ich dann Ärger auf. Zugegebenermaßen wäre es mir demnach eine Ehre gewesen, eine der Mädchen über meinen linken Schuh fallen zu lassen, aber das war gar nicht nötig, man fiel ganz von alleine und auch hier hätte ich gern nochmal nachgeschoben. Neu gelernt habe ich von diesen beiden, dass man bei lustigen schnellen Liedern eben einfach ohne Rücksicht auf andere durch die Gegend dreht und dass man bei langsamen, ruhigen Liedern emotionsgeladen in die Haare greift und den Boden anschaut, wenn die Augen nicht gar zu sind. Peters waren auch mal wieder am Start, schon lange keine mehr gesehn, aber wenn einem dann mal einer übern Weg läuft, weiß man gleich, dass das so einer ist. Geil getanzt aber. Naja, ich bin abgegangen, habe keine blauen Flecken und keinen Tinnitus und schlafe also friedlich ein; in Vorfreude auf richtig gut frühstücken ohne die Zeit im Nacken.



Reif für die Insel

2 02 2007

Wenn wir das sind, heißt es, dass uns was zuviel ist und wir irgendwie ma n Break brauchen oder haltn Kitkat oder beides.

Habe gestern bei “IKEA”-Hafertalern und Apfelschorle mit Mieze V. den Film “Die Insel” geschaut, hauptbesetzt durch Ewan McGregor und Scarlett Johansson.

 Wenn man ein Klon im Jahre 2019 ist, bedeutet es das große Glück, reif für “Die Insel” zu sein. Denn dann heißt es Abschied nehmen von den Menschen, die alle angezogen sind, wie man selbst, nämlich weiß, den morgendlichen Urinkontrollen, die bestimmen, was man frühstücken darf oder nicht. Wer ausgelost wird im Insellotto, wird bejubelt und freut sich selbst enorm. Man weiß schließlich nicht, dass man eigentlich nur die Funktion eines Ersatzes hat, allerlei gesunde Organe beherbergt und einfach nur abgerufen wird, wenn es dem Abbild auf der Welt so schlecht geht, dass es ein Organ benötigt. Teuer erkauft. Dass man sich auf die Insel freut, liegt dann nur daran, dass Klone dumm gezüchtet werden, ohne die nötige Intelligenz, das Leben in der Hightech-Unterwelt (der einzige nicht-kontaminierte Bereich der Welt, der nur Zuwachs bekommt, wenn neue Klone gebaut werden, die, so erzählt man sich, immer mal wieder als Überlebende der kontaminierten Welt gefunden werden) zu durchschauen. Doch, einer kann das. Bei der Echo-Generation ist da nämlich was schief gegangen und so kann Klon Lincoln Six-Echo darüber nachdenken, was mit denen wirklich passiert, die auf die Insel dürfen. Körperliche Nähe zu der schönen Jordan Two-Delta ist ihm ebenso untersagt, wie morgens Speck zu frühstücken. Dennoch ist sie ihm wichtig und als sie die endgültige Reise auf die Insel gewinnt, setzt er alles daran, sie zu retten. Vor der Ausschlachtung, dem sicheren Tod. Gemeinsam schaffen sie es, zu fliehen und ihre Abbilder zu finden…

Sehr spannender Film, wie ich finde, geballte Action. Sehr gutes Aufpassen ist nötig, für den Durchblick, auch eine gesunde Portion Halb-Ekel sollte ertragen werden können. Leider auch erschreckend, dass diese Gedanken von gezüchteten Organen in unserer Welt existieren, darüber möchte ich gar nicht diskutieren oder hier irgendwie werten, weil ich kaum darüber nachdenke. Ja, aber es ist schon etwas gruselig, das zu sehen und sich zu überlegen, ob es dazu wohl irgendwann doch mal kommen wird, denn die Wissenschaft schläft nicht und ethische Bedenken sowie Neugier halten sich sicher die Waage.