Lauter arme Tropfen
18 03 2007Aaaaaah, es regnet total und mir vergeht jegliche Lust, etwas anderes zu tun, als mein Zimmer zu bewohnen und froh zu sein, dass der Regen noch bis jetzt auf sich warten ließ und nicht nachts um 3 am Start war.. Zu der Zeit marschierte ich nämlich durch das idyllische Egelsbach bei Nacht, rausgeworfen direkt an der B3. Tja, so ist das, wenn man mit dem Nachtbus 71 fährt. Entweder steigen in Alt-Sachsenhausen ein paar Glatzis ein oder der lahmarschige Busfahrer vergisst einfach, Egelsbach anzufahren. Im gerade noch richtigen Moment fragte ich ihn, ob er heute nicht in Egelsbach halten würde, was er anstatt mit einer Entschuldigung und dem Angebot, wenigstens ein Stückchen IN den Ort zu fahren, mit einem einfachen “Oh scheiße” kommentierte. Ja, scheint nicht mehr angebracht, eigenes Fehlverhalten zu entschuldigen, bzw. (und das hilft meist mehr) es gradezubügeln. Die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Ort wer an der Haltestelle wartet, ist zugegebenermaßen sehr gering, aber wenn doch…der arme Tropf hätte eine weitere Stunde in Wind und Kälte gestanden und vergeblich gewartet. Wir armen Tröpfe latschten also nicht stillstehenden Mundwerks durch den Ort und ich stieg außergewöhnlich müde ins Auto. Die Peppers hielten mich wach und der letzte Schock für diese Nacht erfolgte dann im Flur, als diverse Familienmitglieder gerade das Bad verließen und sich unsere Wege kreuzten. Eigentlich n ganz netter Abend, ein ziemlich leeres Nachtleben, aber im Durchschnitt ganz gute Musik, sogar das neue von den Fantastischen 4, ganz verrückte 3 Mädchen, von denen eins einen ganz schön kurzen Rock anhatte und die ganz schön gerockt haben, mit Hände in die Haare und hoch und runter und voll ausflippen und so und dann ganz locker mal die 2 Indiejungs in quergestreift zu Tisch und später vielleicht zu Bett gebeten haben. Cleopatra-Emo und die 3 Bierbauchspacken bleiben mir in Erinnerung, wie Davidoff cool nasse Ratte. Letztere hat mit mir das Türaufhaltspiel gemacht, ach, wir sind zu kreativ für diese Welt. Kunst fällt heute ins Wasser, n andermal. Seit 2 Stunden bin ich nun wach und schon wieder müde. Ich denke, ich werde dem Verlangen, da weiterzumachen, wo ich vorhin aufgehört habe, nachgeben.
Ach ja, besonders angenehm sind auch diverse Iren, die glauben, um halb3 interessiert sich noch irgendwer für ihren zuvor im Pub zelebrierten St. Patrick´s Day. Glücksklee und grün wohin das Auge blickt, nun gut, der Haarreif mit den hin- und herwippenden Glitzerkleeblättern bei dem Mädchen mit der Mäuschenstimme war ein wirklich niedliches Accessoire. Ruhiggestellt sind sie, wenn man ihrer Anweisung folgt, ihnen einen Happy St. Patrick´s Day zu wünschen und dann schlafen sie, die Iren. Mit einem Auge fast offen.



