Long Island in der Jugendherberge?
23 03 2007Endlich Wochenende! Schon wieder. Diese “Schon-wieder-Erkenntnis” scheint nicht mehr vorbeizugehen. Ich habe mir von einer Kollegin sagen lassen, dass das mit knapp 50 noch schlimmer ist und das Gefühl, dass ein Tag unheimlich schnell vergeht und auch so ne Woche und ein Jahr, einen immer bewusster bestimmt. Gestern Abend musste ich das Altenheim beliefern und schüttelte eine 100 Jahre alte Hand. Wahrscheinlich vergeht die Zeit in dem Alter auch wieder langsamer, einfach, weil alles langsamer ist. Und irgendwie fokussiert sich mein Zeitgefühl ohnehin seit ich arbeite hauptsächlich auf die in der Regel 8 Stunden. Davor ist wenig und danach ist wenig. Gestern war danach viel. Die Miezenelite sollte mit dem schwarzen Flitzer mit den lauten Scheibenwischern zur Klamotte fahren und sich betrinken. Manche mit Kakao und MaKi, andere mit Long Island ice tea und Corona bzw. Guinness. Ich persönlich gehörte zur Longisland-Bier-Gruppe (LBG) , die auch nur aus Mieze K. und mir bestand. Zwischen erstem und zweitem Glas Guinness hatte ich unglaublich gute Laune, was zur Folge hatte, dass die LBG die Rückbank besetzte und nach Mc Flurry schrie. Die KakaoMaKi-Gruppe, bestehend aus einer Person, wurde genötigt, den Mc Drive anzufahren und 2 Mal Eis, Eis, baby zu bestellen und mit unserem Geklauten ausm Klingelbeutel zu bezahlen. Möchte ausdrücken, dass wir unser rotes Kleingeld endlich lossind und die Meckes-Frau bestimmt große Freude hatte beim Zählen. Als nur noch KakaoMaKi und ich übrig waren, hatte ich elendig Lust auf Hardcore. “Hast du was mit Hardcore?” Ja, hatte sie. Rein mit der Scheibe und den Bass ausgereizt. Wenn ich was getrunken hab, könnte man mir wohl kaum mit Schlager kommen, so ein Dieter Thomas Kuhn würde mich nur aggressiv machen. Nun gut, zu Hause keine Aggressionen, sondern Lust, zu schlafen. Wenn das mal so einfach wäre. Also letztendlich war es sehr einfach, hat auch nicht lange gebraucht, den Zustand des Schlafs zu erreichen. Vorher allerdings dachte ich, ich müsste mich anschnallen. Unglaublich, sobald die Augen zu waren und ich kein Receiverlämpchen mehr fixieren konnte als festen Punkt, drehte sich das Bett stetig, egal, wie rum ich lag, es drehte sich! Musste ich natürlich Mieze K mitteilen, der es genauso ging. Nun gut, irgendwann überwog die Müdigkeit und das Drehen entzog sich meiner Wahrnehmung. Brav ein bisschen gearbeitet heute und getankt, mir den Besuch bei alles-saubillig-Markt verkniffen und ab nach Hause. Hätte die Sonne geschienen, wäre ich wohl nach Darmstadt, ja, und so hab ich es vorgezogen, das zu tun, was ich immer tu. Und was machen wir heute? Die Weltherrschaft an uns reißen? Nein, wir schlafen. In 5 Minuten schau ich mal, was der hinterhältige Ansgar und der umschwärmte Leonhardt bei Verbotene Liebe so anstellen.
Nun gut, ansonsten werde ich (angestachelt von unserer Urlaubs-Diskussion) darüber nachdenken, ob ich wirklich ne anspruchsvolle Diva bin. Trink ich Prosecco aus der Dose oder was?



