Gestern in der Batschkapp
Thommy und ich- ein Team, das sich gewaschen hat! Er hat mir brav den Weg zur Batschkapp gelotst und wieder zurück. Naja, aufm Heimweg wurde er einige Male beleidigt, weil er anfangs nichts gesagt hat, weil angeblich kein ausreichendes GPS-Signal da war und als es dann endlich lief, hat er mir nicht noch mal kurz vorm tatsächlichen Rechtshalten auf der Autobahn gesagt, dass ich das machen soll und so gings einmal auf die Marie-Curie-Str. in Heddernheim, die zum Glück recht bald eine Wendemöglichkeit aufwies.
Batschkapp hat sich sehr gelohnt und ich denke, es tut mir sehr gut, dass ich, wenn ich selbst fahre, nur Bionade trinke. Toll, dass die das haben. Der Äppler oder das Bierchen macht nur die Kalorien wieder drauf, die man sich zuvor fröhlichste abgetanzt hat und die Cola babbt. Tjaja, die Teeniefraktion an dem Abend gestern hatte wohl zuviel “Dismissed� geguckt. Die Mädchen reichen sich selbst herum und die Jungs haben kein Problem damit, einfach einer von vielen zu sein. Naja, das sind dann aber auch die Jungs, die, wenn erst noch Album durchläuft und noch nix los ist und alle rumstehen/sitzen so tun, als wären sie endlos rockig und sich beim Headbangen zu Tisch fast den Kopf auf der Tischplatte aufhaun. Und Posing mit der Bierflasche kommt auch voll gut. Nun ja, irgendwann tat der DJ, was er tun musste und wir erhoben unsere Hintern. Zusammen mit denen, von denen man dachte, die würden Manfred heißen und den ganzen Abend mit Kristallweizen am Rand stehen, eröffneten wir die Tanzfläche. Die, die vorher groß headgebangt haben, haben nicht getanzt. Das is ja auch irgendwie peinlich. Gestern legte der DJ Pana- Ersatz auf und spielte nicht nur Indie und Alternative, sondern auch Härteres, mir hat´s sehr gut gefallen. Was mir in der Batschkapp noch nie so penetrant passiert ist, wie gestern, waren die Typen, die einen anlabern. Hatte ich also nen Inder an der Backe, der dauernd um mich herum schlawenzelte und starrte. Hey, sorry, ich ess auch Rindfleisch, wir passen nicht zusammen. Die Inder sind die Schlimmsten, auch im Nachtleben..sie sehen dich, denken, du wärst nett, wirst ja wohl nicht mehr als 3 Kühe kosten und sie müssen dir jetzt ihr Interesse zeigen, indem sie dir fast auf den Füßen stehen und glotzen, als hätten sie das Basedow-Syndrom.http://www.marienhospital-stuttgart.de/typo3temp/pics/9f04089f34.jpg So sieht das aus!
Normalerweise sind die anderen meiner Begleitungen immer Opfer von 15-jährigen Jungs, gestern war ich´s. Kaum größer als ich und mit der Frage um meinen Namen. Ich meinte gleich mal, bestimmt viel älter zu sein, naja, es ging. Dennoch..oh Mann, ich will dahingehen und tanzen und heimgehen und mir denken, dass es gut war! Ich will auch nicht gefragt werden, ob ich das Lied kenne..nur weil sich 2 Dorftrottel in der Großstadt verirrt haben und sich wundern, dass da ja gar nix läuft, was sie ausm Radio kennen. Mein Musikwunsch wurde auch erfüllt- was will ich mehr? Alles in allem erlebenswert und wiederholungswürdig der Abend.
Von Film und Spiel halt ich sehr viel
Die armen feiernden Väter und Nichtväter heute..all das Gesaufe unter wolkenbedecktem Himmel, zumindest hier in Südhessen. Und jetzt kommt die Sonne raus. Ich hatte auch schon die Heizung an heute, weil es so unangenehm war.
Eigentlich wollte ich gestern Abend ins Kino. Hatte wirklich sehr große Lust drauf, bei dem unangenehmen Wetter n Filmchen zu schaun, zudem es der Kinobranche ja momentan angeblich nicht so gut geht, was wohl einfach daran liegt, dass einige Piraten den neuen Film schon aufm PC haben, bevor er überhaupt in die Kinos kommt. Ich finde das dreist, aber andererseits schluckt man schon etwas, wenn man nicht grade am Kinotag am Start ist und dann über 8 Euronen hinblättern soll. Also geht man beim 1. Date besser zum Minigolfen mit der Schnitte, als ins Kino, “des kommd sie billischer� (Zitat Abbuzze). Ich weiß nicht, ob der Film “Shoppen� die ganze Zeit über nur einen kahlen, sterilen Raum darstellt, in dem sich Menschen gegenübersitzen, die knappe Dialoge führen, aber diese Dialoge scheinen zumindest ganz amüsant zu sein. Naja, Speeddaten klingt ja ohnehin ganz schön lächerlich. Tja, ein andermal also Kino. So war´s eben ein Phase10-Abend. Ich wünschte, ich könnte Spiele besser erklären. Ich kann´s zwar, aber ich muss schon sehr viel nachdenken, um auch an alles zu denken. Und dann hab ich beim Spielen auch immer Gerechtigkeitsgefühl ohne Ende in mir. Ich mochte es als Kind schon nicht, wenn wer schummelte und wollte auch nicht, dass meine Ma mich immer gewinnen lässt. Ich finde, dann kann man auch gar nicht spielen, wenn man nicht richtig spielt. Beim Spielen darf man gemein sein und muss alles tun, um zu gewinnen. Und wenn man es nicht geschafft hat, darf man auch nicht die Schachfiguren vom Feld räumen oder dann den Abend über ne Schnute ziehn. Sowas kann ich nicht leiden. Außerdem muss man zu Ende spielen. Kann bei so was wie Monopoly sehr anstrengend sein, aber sonst muss man ja auch nicht erst anfangen. Mikado ist Quatsch. Der eine wackelt, merkt das nicht, der andere behauptet, es gesehen zu haben und schon streitet man. Siedler ist mir zu hoch. Da spielt man dann mit solchen Superstrategen und gähnt sich fast in den Schlaf. Risiko ist wiederum ein Strategiespiel, das ich bis zum Umfallen spielen könnte, es auch besitze, nur niemanden mehr finde, der das auch mag. “Tabu� mag aber doch jeder oder? Wer mich kennt, kann sich denken, dass ich das sehr sehr mag und zugegebenermaßen auch ganz gut kann. Nun gut, also so ein Spieleabend wie gestern ist dann doch auch noch kommunikativer, als Filmgucken, von daher war’s schon gut. Morgen wird DJ Pana beim Idiot Ballroom in der Batschkapp vertreten, bin ich ja mal gespannt.
Virginia Jetzt!
Bin grade auf Myspace ein bisschen am Rumschaun und bin mal wieder auf Virginia Jetzt! gestoßen und muss sagen, dass ich mich durch die letzten paar Minuten Anhören unglaublich auf den Auftritt beim Schlossgrabenfest freue, ebenso, wie auf Tele. Intelligente, außergewöhnliche Texte, sicher gemütlich, da unter freiem Himmel mit Bierchen ein bisschen wirklich schöne Musik aufzusaugen. Und das Klavier- bei Virginia Jetzt! auch wirklich ein Element, das so schön schnell taktet und mit dem Gesang einfach unzertrennlich ist. Musik isses einfach..Sie ist unglaublich vielfältig, ich hab wohl für jede Stimmungslage was da, momentan hör ich ja alle möglichen Genres, heute Morgen Emo, im Auto locker Arctic Monkeys und grade will ich nur noch Virginia Jetzt! hörn. Peinlicherweise mag ich auch das Hintergrundgesäusel bei den Gilmoregirls.
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Hm? Ich weiß was.
Wenn ich einmal so ein vorzugsweise gelbes Nimm2-Bonbon zu mir genommen habe, potenziert sich in meinem Kopf die Aufforderung. Also Nimm2 hoch etliche Male. Gefüllte Bonbons sind sowieso das Größte. Ist das nicht ein grauenvolles Wetter? Es macht mich total müde, seit Tagen weiß ich nicht, warum ich morgens nicht aus der Kiste komme und den ganzen Tag herbeisehne, dort wieder zu landen. Ganz quälend ist es, wenn man in der Mittagspause wirklich geschlafen hat und dann aufstehen muss. Vielleicht ist es das Wetter, aber ich hab auch nochn paar Vitasprint Ampullen und Eisendragees, ich probier beides mal aus, vielleicht hab ich irgendwie Mangel. Seit gestern bin ich stolze Besitzerin eines Navigationsgerätes. Und genauso sehr, wie ich mich weigere, Begriffe wie “Der/die Ex� oder “Feierngehn� zu verwenden, werde ich dieses Gerät nicht “Navi� nennen. Ich könnte aber auch einfach “Thomas� sagen. Thomas ist einer von 3 Navigationsgerätsprechern. Und da ich mich bei Leuten mit Navigationsgerät irgendwie nur an Frauenstimmen erinnere, die die Richtung ansagen, wollte ich da mal anders sein. Witzig auch meine innere Frage “Woher wissen die meinen Namen?�, als ich diesen in der Aufzählung der Sprecher las. Sandra redet sehr neutral, ein wenig zickig vielleicht, die klassische Navigationsstimme eben. Bei Anna denke ich an Ganzkörperlatexanzüge. Sie redet sehr streng und man denkt beim Fahren dann vielleicht, dass man eine runtergehauen bekommt, wenn man ihrem spitzen “In 500 Metern rrrrrrrrechts� nicht folgt. Thomas redet sehr angenehm und da ich Männern ohnehin einen besseren Orientierungssinn zuspreche, stärkt mich das noch mal ein meiner Wahl des Sprechers. Ich bin gespannt, ob Falk mich zufrieden stellt, mal schaun, wann ich das ausprobiere. Man will ja für den Ernstfall vorbereitet sein und dann nicht dastehen und sich fragen, wie das denn jetzt eigentlich geht. Yeah, und seit ich auf der Arbeit die Kasse per Touchscreen bediene, hab ich da ja sehr viel Übung und bin somit zufrieden damit, dass das Gerät so was auch hat. Vielleicht haben das auch alle und ich bilde mir jetzt nur ein, als dass das was total besonderes wäre. Komische Woche..ab morgen Abend wird sie locker. Liegt an Feiertag, halben Freitag, dann wunderbar Arztbesuch und anschließendes Darmstadtbummeln.. Da ich momentan einige Onkel Doktors besuche, muss ich aufpassen, sie nicht untereinander zu verwechseln. Samstag 5 Stunden. Mit dem Samstagschef habe ich heute ein “McDonalds-Geschäftsessen� geplant, darauf freu ich mich schon, wird sicher witzig. Eine der Personen, mit denen ich wirklich gut reden kann, die mich deuten können und konkret sind, auch unangenehm sein können, wenn es angebracht ist und die ich durchaus als Wer wird Millionär Telefonjoker einsetzen würde.
Wolkenkratzerfest
Frankfurt gestern Abend. Nebst der Dame mit dem Gummibaum (als Geschenk für die Frau, die in Sachsenhausen eine Überraschungsfete bekommen sollte und sich sicher riesig über die überlebensgroße Pflanze freuen würde) mit der pinken Mieze in die Stadt gefahren. Die S-Bahn zum Platzen voll, aber nur so kommt man an die kleinen Wortwechsel mit Fremden. Ich mag das total, Leute, die einem kurz was sagen und man macht nen kleinen Witz und lacht zusammen, obwohl man sich nicht kennt. Manchmal denk ich, Menschen sind doof, aber ich muss sagen, ich mag einfach viel zu viele viel zu gern und solche wie gestern allemal. Ausgestiegen an der Taunusanlage und bereits an der Alten Oper, die immerzu einen herrlichen Anblick bereitet (abends angestrahlt vor nachtblauem Himmel umso mehr) Ausschau nach einem Äppler gehalten. Joa, war da irgendwie nicht so weltbewegend, also doch noch weiter, der Wunsch nach Bowle machte sich in meinem Leberhirn breit. An der Zeil begrüßt worden von Schneematsch. Eine super Skisprungschanze war aufgebaut, die nicht gerade eine vertrauenserweckende Konstruktion darstellte, und daneben dann der ganze geschmolzene Kunstschnee. Den ganzen Winter musste ich mir so was nicht anschaun und war froh drum und dann, im Fast-Sommer stacksel ich auf Zehenspitzen durch wässrigen Matsch. Am Römer war der Spaß schon vorbei, davor, am Brunnen, hatte ein Alleinunterhalter die Bühne betreten und empfing uns mit “Westerland� von den Ärzten. Ja, und da waren sie, die durchsichtigen bauchigen Glasbehälter, in denen voll gesogene Früchte schwommen, umgeben von Hochprozentigem. “Un da überleg ich noch, hier, tank ich Subber oder Normalbenzin und Subber oder Normal un Subber oder Normal..un da merk ich, ich hab gar ka Audo d´bei.�. Ja, und da überlegte ich, hier, Kirsch oder Himbeer oder Erdbeer oder Pfirsich. Es siegte die Köööörschee. Da wir uns bei der Nacht der Museen an so einem scheiß Brezelstand an einer scheiß Brezel vergriffen hatten von so einem blöden Brezelverkäufer, mussten es gestern die Pommes sein. Fritten für die Schnitten. Ja, auch am Pommesstand kann´s spaßig sein. Zunächst einmal war´s spendabel. Kommt ein Mittvierziger mit weinrotem Jackett auf mich zu, ich, die da in der Schlange steht und offenbar sympathisch oder auch bedürftig wirkt, und drückt mir sein Bierglas in die Hand und informiert mich, dass ich dafür 2 € bekomme. Ich meinte, ich kann ihm die 2 Euro auch geben, ich stünde ja eh an, aber er wollte es mir schenken. Voll nett. Später schaute ich verloren in der Gegend rum und da grinste er mir noch mal zu, hach ja..nett. Die Trullas mit den Louis Vitton Portemonnaies hinter uns laberten ja schon die ganze Zeit nur Quatsch. Als sie nach uns dranwaren, der Knaller. Da verwechselten sie wohl das Feinkostschlemmerrestaurant mit ner Frittenbude. “Eine Portion Pommes bitte, aber knusprige Pommes. Also richtige Pommes, die knusprig sind, nicht so helle bitte. Und eine Brawuuuuaaast, ja, die da hinten, wenn es geht. Bitte auch etwas knusprig ja. Wie die Pommes.� Vor mir stand meine Schale Pommes mit der Majo..ich hätte gerne mal so einen blonden Bonzenkopf genommen und reingetunkt. Bah, so was kann ich nicht ab. Andererseits verbarg ich nicht, dass ich das sehr amüsant fand. Saßen wir also da und warteten, bis Mieze K eintrudelte. Ich setzte noch Äppler drauf, der Alleinunterhalter erfüllte Musikwünsche individueller Art, sodass er “Lena� von PUR in “Lisa� umwandelte und die Frauen der Motorradgang vor uns bewegten die Lippen völlig falsch mit, um zu suggerieren, sie könnten den Text. Stummfilm. Und dann noch falsches Lippenbewegen. Wir setzten uns in Gang und laufen da so und unter so vielen Leuten klopfe ich Rolando auf die Schultern. 2 Jahre nicht gesehen und dann trifft man sich durch Zufall inmitten eines solchen Massenauflaufs. Weiter zum Fliegen. Festgeschnallt, hochgezogen und einer zieht die Reißleine. Meine beiden Begleitungen fürchteten, sie müssten dann brechen, pinke Mieze sagte, wenn sie die Reißleine ziehen müsste, würden wir heute Morgen noch da hängen. Oh Mann..ich hätte es so verdammt gerne gemacht, aber allein geht nicht und mit wem wildfremden da oben hängen, ist doof. Habe das teuerste Eis meines Lebens gegessen und ein Jil Sander-Kleid sehr schön gefunden. Und beschlossen, dass ich Chanel-Taschen nicht haben wollte. Naja, ein bisschen rumgelatscht, Tränen gelacht..und zum Schluss noch mit etlichen anderen ein wunderschönes Feuerwerk nebst des Bleistifts angeschaut. Wirklich schön war das, da vergisst man auch kurz, dass man eher hinter “Brot statt Böller� steht. Das mit der Bahn war dann allerdings ein Wahnsinn, ein großer Andrang. So, heute is Geburtstag und Muttertag zugleich, so ein Fest.
Original
2 meiner neuen CD-Errungenschaften lohnen sich wirklich im Original. Ich möchte somit "Fornika" der Fantastischen Vier und "Favourite worst nightmare" der Arctic monkeys auf gar keinen Fall nur auf die Musik reduzieren. Die Booklets sind einfach Kunst. Ich saß grade im Auto auf dem Sau-Markt-Parkplatz und riss die Folie der Arctic M´s CD auf, um dem zweiten Album der Band sofort zu verfallen und war echt begeistert. Musikalisch ebenfalls gut, muss zugeben, nicht der blanke Wahnsinn, aber so, wie man es von den Arctic Monkeys gewohnt ist, vielleicht haute das 1. Album auch mehr vom Hocker, weil das halt was Neues war.
Autofahren ist die beste Variante von Freiheit, vielleicht hab ich ja nach nem Liter Äppler aufm Wolkenkratzerfest heute Lust, noch mehr Freiheit durch einen Bungeesprung zu spüren. Glaube es kaum, aber der Reiz ist da, doch die Angst überwiegt. Mein Vertrauen in die Sicherheit ist da doch recht sparsam vorhanden. Und ich fürchte, mit dem Schwung ist es selbst für ne Miezekatze unmöglich, sanft auf den Pfoten zu landen. Nun gut, ich habe 600g Gummibärchen da, irgendwie waren die 300g Tüten im Angebot, zack, gekooft! Oha! Der Goldbär sagt gar nicht mehr via Sprechblase dieses beruhigende "Ohne Fett", sondern "Die Echten". Mist!
Warum es mir auch dann gut geht, wenn es eigentlich nicht so gut ist.
Ich beschwer mich manchmal über die Gefühlskälte, die mein Vater ausstrahlt. Ausgeglichen wird diese wiederum durch meine Mutter, die ziemlich herzlich ist und warm. In Gefühlslagen, wie ich sie durchmache, spür ich, wie ich beides in mir hab und dass diese Mischung absolut gesund ist. Es scheint mir, als könne ich einen Schalter umlegen, der mein Herz mal eben für den Moment vereist. Sodass man Enttäuschung gar nicht erst groß spürt. Mein Vater sagt immer, man soll nicht in die Vergangenheit schauen, das würde nichts nützen. Würde ich in die Vergangenheit schaun und mir überlegen, was ich davon jetzt noch hab, müsste ich wohl, wie Mädchen das so machen, Krokodilstränen vergießen. Ich kann das gar nicht mehr. Irgendwie obsiegt immer die Frage an mich selbst, ob das was bringt, ob es einen weiterbringt. Ich bin mir sicher, dass es nicht so ist. Weiterbringen tut einen, nach vorn zu schaun und sich klarzumachen, dass es viele Dinge im Leben gibt, die einem das eigene Leben wertvoll erscheinen lassen. Wenn jetzt eben einer dieser Teile wegfällt, der ja nichtmal ein unwesentlicher solcher war, gewinnen die anderen wieder mehr an Wert. So ist es eben. That´s life. Im einen Moment ist man eben glücklich wie n Schnitzel, im nächsten Moment ne traurige Blutwurst, so geht das die ganze Zeit und das wird sich auch nicht ändern. Und das ist auch nicht zu erwarten. Abstumpfen ist da hilfreich und ja..ich glaube tatsächlich, mehr Kopf zu haben als Herz. Wenn Leben Regen ist, ist das sicher von Vorteil, wenn die Sonne scheint, darf auf das Herz größer sein. Oder man vergisst einfach diesen Herzkopf-Kram und ist einfach mal gut drauf.
Das Zimmer meines Sohnes
Behauptete ich noch in diversen Film-Stöcken, dass mich Filme selten besonders berühren, muss ich das revidieren, wenn es um den Film “Das Zimmer meines Sohnes� geht. Gestern kam dieser auf Arte und war sehr bewegend. Zwar eine Tragik, die man nicht nachvollziehen kann, wenn man sie nicht selbst erlebt hat, aber doch sehr bewegend. Und irgendwie versetzt man sich ja doch in die Personen hinein, die fast daran zerbrechen, dass der Sohn oder Bruder verstorben ist. Dazu gab es ein sehr schönes Lied von Brian Eno, “By this river�. Kann man sich bei mir auf Myspace anhören. Und zum Film selbst, das hier. Wenn ich an Filmen etwas finde, dann merke ich das daran, dass ich mich total drauf einlasse, also man fühlt sich, als stünde man direkt im Wohnzimmer der darstellenden Familie und dann schaut man nach rechts und entdeckt seine IKEA-Lampe und merkt..hups, man war irgendwie grade abwesend. Ja, und der Link hier noch: http://www.cineclub.de/filmarchiv/2001/das_zimmer_meines_sohnes.html
Was wohl für jeden nachvollziehbar ist, ist die Überlegung des Vaters, der seinen Sohn ja hätte retten können vor dem Tauchunfall, wäre dieser da gar nicht hingegangen. Oft ist es doch so, dass man denkt “Hätte ich das und das noch gemacht, wäre ich jetzt nicht in dieser Situation�. Ich überleg mir so was ziemlich oft. Und dann ist es aber nicht mehr zu ändern und man wird in bestimmte Situationen hineingehoben und weiß ganz genau, dass man damit klarkommen muss und dass es eigentlich nichts bringt, sich zu überlegen, was gewesen wäre, wenn man vorher irgendwas anders gemacht hätte.
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Wenn ich die Wahl hätte..
zwischen der leckeren, saftigen, fruchtigen, orangenen Mango hier neben mir und ner Wurst, würd ich zu allerleuts Erstaunen heftigste zur Mango greifen und die Wurst vernachlässigen. Als ich mir das überlegte, überlegte ich gleich weiter, wie es wohl wäre, mal ein Jahr Vegetarier zu sein. Muss zugeben, dass ich das echt gern mal probieren würde, einfach, um auch auszuprobieren, ob man dann nach diesem Jahr auch clean ist. Aber ja..ich warte mal das Ende des Jahres ab, mal sehn, ob ich mal Lust auf nen Vorsatz hab. Gleichzeitig hab ich aber drüber nachgedacht, wie es dann ist, wenn alle Bratwurst vom Grill gabeln und ich im Nudelsalat rumstochere und Fleischwurstwürfel aussortiere. Unvorstellbar!
Nun gut, kaum zu glauben, dass man bei dem Wetter gut drauf sein kann, aber ich bin´s..scheinbar so besonders gut, dass man mir sagte, ich solle mal aufpassen, am Ende steck ich noch an damit.
Neben dem Kurzfilmfest Weiterstadt, das dieses Jahr übrigens vom 16. August an übers Wochenende stattfindet, habe ich ein neues Sommerhighlight entdeckt. Die da wäre, die lange Nacht der Museen im herrlichen Frankfurt. Ich hab es als unheimlich schön empfunden und dieses Gedrängel wie am Museumsuferfest blieb einem weitgehend erspart. Für 11 Euro hat man Eintritt in die Museen, die mitmachen, wird sogar mit Bussen befördert, wenn man sich Museen aussucht, die weit auseinander liegen. Zum Beispiel eins in Offenbach, denn Offenbach hat auch mitgemacht. Ich hab die Schirn angeschaut mit der interessanten Op-Art-Ausstellung, wobei man sich nicht sicher ist, ob die Aufpasser auch zur Ausstellung gehören, so extravagant, wie die aussahen. Ja, es war toll, lauter außergewöhnliche Werke, die auch irgendwie inspiriert haben, so was selbst mal zu gestalten. Etliche Dinge, von denen ich dachte, dass ich sie mir aufhängen würde. Tja, und Spiegel sind doch ein Traum. Der Spiegelraum hatte am Boden und oben einen Spiegel und ich finde unglaublichen Gefallen daran, hochzugucken, irgendwie sieht man von ganz oben gut aus. Da fast jeder auf mich runtergucken muss, freut mich das natürlich. Völlig gaga wäre man wohl geworden, wenn auch die Wände außen verspiegelt gewesen wären. Weiter ging´s mit dem Museum für moderne Kunst, die Eingangshalle ist sehr hoch und oben gibt es Aussparungen, man nennt so was auch Fenster ohne Glas und da kann man dann von oben 3 Treppen hochlaufen und dann da durchgucken und alle, die reinkommen, schaun hoch. Von unten, wie von oben betrachtet, schön. Über einen Andy Warhol Druck versucht zu interpretieren, ein Auto, das wohl irgendwo gegengefahren ist, ein Mensch erhängt an einem Pfahl. Was war zuerst? Ist der Autofahrer der Erhängte? Hat der Erhängte den Autofahrer tot aufgefunden und sich darum umgebracht? In solchen Momenten wünsche ich mich echt in die Schule zurück, wo man das erörtert hätte, eine Hausaufgabe dazu bekommen hätte.. In der Mitte des Raumes gab es ein kleines Podest, auf dem ein blonder Adonis in weißen Chuckstiefeln und silberner Panty zu der nur von ihm akustisch wahrnehmbaren Walkmanmusik tanzte. Die kluge pinke Mieze sagt, Andy Warhol habe ganze Filme mit solchen Tänzern gedreht. Kreativ der Mann. Super Aktion war dann der spontane Zustieg zur ausgegrabenen Straßenbimmelbahn, die uns unbewusster Weise nach Schwanheim beförderte. Mit der 12 und nem Erdbeerlutscher ging´s aus der Walachei dann wieder ins Stadtgebiet, um die Mieze K zu treffen und um zu fluchen, verdammte widerliche Brezel! So einen Rotz weigere ich mich, zu essen und auch, wenn die Kinder in Afrika froh drum gewesen wären- sie musste sterben im Mülleimer! Lieber da, als in meinem Magen, der Verwöhnte, der! Zu dritt also über den Main und ins Museum für angewandte Kunst. Dort viel Schmuck, kein Interesse meinerseits für das Collier, dafür aber für die Brosche nebendran und die Haarklammer. Die asiatischen Vasen rockten mich auch nicht sonderlich. Vielleicht erschienen sie mir auch so öde, weil sie immer in einem Farbton ausgestellt waren und da vor sich hinglotzten in den Vitrinen. Vielleicht hätte ich sie spannender gefunden, wenn man sie meinetwegen in passenenden Farben, aber dennoch ungeordnet, angeordnet hätte. Weiter ins Filmmuseum, eine Ausstellung über Maria Schell und Asta Nielsen. Asta Nielsen wird auch im Berliner Filmmuseum ausgestellt, ich finde, die Frau wirkt ein bisschen durch. Irgendwie strahlt sie Wahnsinn aus. Ist mir nicht unsympathisch, mag sein, dass das auch meine Ausstrahlung auf diversen Photos sein könnte. Nochmal kurz ins Völkerkundemuseum, dort aber ziemlich schnell wieder raus, es war so voll. Raus auf die Lästerbank. Na, da hatten sich ja 5 gefunden. Wobei ich eher Bewunderung, für die Dancingqueens der älteren Generation empfand. Lustig war´s allemal. Und wenn ich mit 60 auch jegliche Stöcke weit weg von meinem hintern halte, wie die Truppe, bin ich zufrieden. Etwas unzufrieden war ich, dass wir das Städl nicht gesehen haben, aber das wäre einfach zu viel gewesen. Mieze K sicher zur Bahn begleitet und mit der pinken Mieze noch die Pfoten wirklich wund getanzt im Nachtleben. Toller Abend, für mich war´s wirklich gelungen. Der Montag war auch gut..ich freu mich! Unkorrigiert landet dieser Blogeintrag auf der Seite und hofft, deinem Augenpaar Spaß bereitet zu haben.