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Warum es mir auch dann gut geht, wenn es eigentlich nicht so gut ist.

12 05 2007

Ich beschwer mich manchmal über die Gefühlskälte, die mein Vater ausstrahlt. Ausgeglichen wird diese wiederum durch meine Mutter, die ziemlich herzlich ist und warm. In Gefühlslagen, wie ich sie durchmache, spür ich, wie ich beides in mir hab und dass diese Mischung absolut gesund ist. Es scheint mir, als könne ich einen Schalter umlegen, der mein Herz mal eben für den Moment vereist. Sodass man Enttäuschung gar nicht erst groß spürt. Mein Vater sagt immer, man soll nicht in die Vergangenheit schauen, das würde nichts nützen. Würde ich in die Vergangenheit schaun und mir überlegen, was ich davon jetzt noch hab, müsste ich wohl, wie Mädchen das so machen, Krokodilstränen vergießen. Ich kann das gar nicht mehr. Irgendwie obsiegt immer die Frage an mich selbst, ob das was bringt, ob es einen weiterbringt. Ich bin mir sicher, dass es nicht so ist. Weiterbringen tut einen, nach vorn zu schaun und sich klarzumachen, dass es viele Dinge im Leben gibt, die einem das eigene Leben wertvoll erscheinen lassen. Wenn jetzt eben einer dieser Teile wegfällt, der ja nichtmal ein unwesentlicher solcher war, gewinnen die anderen wieder mehr an Wert. So ist es eben. That´s life. Im einen Moment ist man eben glücklich wie n Schnitzel, im nächsten Moment ne traurige Blutwurst, so geht das die ganze Zeit und das wird sich auch nicht ändern. Und das ist auch nicht zu erwarten. Abstumpfen ist da hilfreich und ja..ich glaube tatsächlich, mehr Kopf zu haben als Herz. Wenn Leben Regen ist, ist das sicher von Vorteil, wenn die Sonne scheint, darf auf das Herz größer sein. Oder man vergisst einfach diesen Herzkopf-Kram und ist einfach mal gut drauf.


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