Bindungspartner
13 07 2008Es ist schon ein Phänomen, ein zu erwartendes eigentlich auch. Wenn Menschen ernsthafte Bindungen zu einem anderen Menschen eingehen, mit dem sie viel Zeit verbringen und der eigentlich permanent bei einem ist, entweder direkt oder in Gedanken, vergessen sie das andere, was da noch um sie herum ist. Dadurch, dass mein Bindungspartner durch die anderthalb Stunden Entfernung von mir getrennt ist, ist es mit dem miteinander Herumglucken noch nicht ganz so schlimm, aber schlimm genug, als dass man Zeit zum Bloggen finden würde. Ich finde ohnehin, dass man mit einer 40 Stunden Arbeitswoche viel zu wenig Zeit für sein Leben hat. Meiner Meinung nach, finde ich zu wenig Schlaf, lese nicht genug..und zum Tanzen bin ich oft zu müde. Ebenso steht es mit Sport. Oder mit Ordnung machen. Aber heute hab ich Chaos beseitigt. Verschlossene Schranktüren tarnen das Chaos wunderbar. Und so stellt man alles zu, kümmert sich nicht. Ich glaube, Ordnungsboxen sind perfekt. Man kann Chaos ordnen. Meinetwegen liegt trotzdem alles durcheinander, aber grob kann es geordnet werden und öffnet man den Schrank, trifft einen nicht gleich der Schlag und zugleich die Unlust, aufzuräumen. Und zum dritten Male, habe ich Aerobic vorm Fernseher gemacht. Ich bin sehr stolz auf die vom Schweiß in meinen Bauchnabel getriebenen Fussel meines schwarzen Oberteils. Sogar durchgehalten habe ich.
Wenn man so lange nicht geschrieben hat, fühlt man sich immer, als müsste man updaten. Gibt gar nicht soviel. Jedenfalls nicht soviel, dass man es hier ausplaudern möchte. So eine Bindung sorgt nämlich auch dafür, dass man Dinge miteinander teilt, zusammen erlebt. Und dann geht das plötzlich nicht mehr die ganze Welt an. Außer der Urlaub, das ist erzählbar. Die Nordsee. Darauf freu ich mich so sehr. Ein bisschen Entspannung, ein bisschen Meer. Wenn es auch etwas Sonne gäbe und einigermaßen angenehme Temperaturen, wäre ich zufrieden. Ich werde dann auch Bilder machen mit meiner so genannten Bridgekamera, einer leichten, professionellen Panasonic Lumix FZ 18, endlich kann ich mir die Bezeichnung merken! Zudem sei auch zu updaten, dass ich mich nicht mehr komisch anschaun lassen muss, nie “Kill Bill” oder “Pulp Fiction” gesehn zu haben. Meiner Meinung nach ist das keine große Lücke, auch, wenn die Indiegeneration das als den großen Kult sieht und das irgendwie dazugehört, wenn man Kaiser Chiefs hört und zu Britpop tanzt. Empfehlenswerte Musik ist in jeden Fall das Album der Kate Nash und vor allem, Coldplay! Denen ist mal wieder ein Meisterwerk gelungen.
Ja, so ist das, wenn der Bindungspartner mal weg ist..dann bloggt man auch mal wieder. Aber ehrlich gesagt, würde ich auch völlig einfach auf das Bloggen verzichten, wenn der Bindungspartner nur da wäre..




Hi Sandra, bin erfreut mal was neues von dir zu lesen. Jaja, so ist das mit der Zeiteinteilung. Da verschieben sich die Prioritäten. Aber niemand muss ja bloggen
Andreas
Und Urlaub an der Nordsee hört sich gut an. Bin schon gespannt auf die Bilderchens, hoffe wir sehen davon mal ein paar